Banksy-Graffiti in Dover Haushohe Kritik am Zerfall Europas

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Der mysteriöse Graffiti-Künstler Banksy hat ein monumentales Kunstwerk an einer Hauswand in der britischen Hafenstadt Dover hinterlassen. Zu sehen ist eine Europa-Flagge aus der ein Handwerker einen Stern heraus meißelt.

Banksy sorgt mit einem monumentalen Graffiti in Dover für Furore. Foto: Instagram-Screenshot
Banksy sorgt mit einem monumentalen Graffiti in Dover für Furore. Foto: Instagram-Screenshot

Stuttgart - Es ist ein Original: der britische Street-Art-Künstler Banksy hat bestätigt, dass die überdimensionierte Europa-Flagge an einer Hauswand in Dover von ihm ist. Zu sehen ist eine Europa-Flagge aus der ein Handwerker einen Stern heraus meißelt – eine weithin sichtbare Kritik an der herrschenden Politik des neuen Nationalismus, dem Brexit und dem erstarken der populistischen Kräfte in Europa.

Das Wandbild tauchte am Sonntag in der Stadt am Ärmelkanal auf. Eine Sprecherin von Banksy bestätigte die Echtheit des Graffitis. Es wurde offenbar über Nacht gemalt. Ein Foto des Kunstwerkes erschien am Sonntag auch auf dem verifizierten Instagram-Account Banksys. Der Hafen von Dover gilt seit jeher als Tor nach Großbritannien.

Banksy ist ein Pseudonym. Es soll sich bei dem Graffiti-Künstler um einen rund 40-jährigen Mann aus der britischen Stadt Bristol handeln. Er hat in den vergangenen Jahren immer wieder mit politischen Botschaften Aufsehen erregt. So kommentierte er etwa künstlerisch den Tränengaseinsatz der Polizei im sogenannten Dschungel von Calais, in dem Tausende Flüchtlinge lebten, oder wies - ebenfalls im Kontext der Flüchtlingskrise - auf den Migrationshintergrund von Apple-Gründer Steve Jobs hin.

Kürzlich eröffnete er ein Hotel in Betlehem mit Blick auf die Mauer zwischen Israel und dem Westjordanland. Banksy wirbt auf seine Art für das Hotel: „Es hat den schlechtesten Ausblick aller Hotels in der Welt“, sagt er laut einer Mitteilung. Bei seinem neuesten Projekt gehe es darum, „die Geschichte der Mauer von allen Seiten erzählen und den Besuchern die Möglichkeit geben, sie selbst zu entdecken“, heißt es auf der Internetseite des Hotels.




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