Banksy in der Staatsgalerie Stuttgart Das sagen die ersten Besucher zum Schredderbild

Von Siri Warrlich 

Aus dem Internet kannten es viele schon. Aber wie ist es, einen Banksy im Museum zu sehen? Wir haben die ersten Besucher gefragt, die an diesem Tag in die Staatsgalerie kamen.

Stuttgart - Die Staatsgalerie Stuttgart zeigt seit Donnerstag das spektakulär geschredderte Banksy-Bild. Es hängt zwischen ehrwürdigen alten Meistern, mit denen ihn eines verbindet: Auch sie haben sich als Marke verkauft. Das Banksy-Werk „Love is in the Bin“ hat die Staatsgalerie direkt neben einem Selbstporträt von Rembrandt – denn zu seiner Zeit habe dieser es genau wie Banksy heute verstanden, sich zur Marke zu machen.

Das Banksy-Bild entstand bei einer medienwirksamen Kunstauktion im Herbst vergangenen Jahres: Nach dem Verkauf für 1,2 Millionen Euro wurde es in einen im Rahmen eingebauten Schredder eingezogen und zur Hälfte zerschnitten. Der Künstler gab dem Bild eine Woche später eine neuen Namen, es heißt nun „Love is in the bin“, zu deutsch „Die Liebe ist im Eimer.“

Banksy erklärte die Schredder-Aktion als Kritik am Kunstmarkt. In Stuttgart gelandet ist das Werk vor allem deshalb, weil Staatsgalerie-Direktorin Christiane Lange die Besitzerin des Bildes, die anonym bleiben möchte, zufällig schon länger kennt und sie darum gebeten hat, das Werk in Stuttgart ausstellen zu dürfen.

Seit Donnerstagvormittag ist das Schredderbild nun zu sehen. Was sagen die ersten Besucher zu dem Werk? Warum wollten sie es sehen? Und macht es einen Unterschied, ob man sich Banksys Kunst auf Fotos im Netz oder in einem Museum ansieht? Wir haben uns in der Staatsgalerie umgehört.