Banner bei VfB Stuttgart gegen SV Sandhausen VfB-Ultras solidarisieren sich mit KSC-Anhängern

Von Maximilian Barz 

Das Vorgehen der Stuttgarter Polizei gegen Teile der Karlsruher Anhänger beim Baden-Württemberg-Derby hat nicht nur in KSC-Fankreisen Kritik hervorgerufen. Jetzt stellt sich eine Stuttgarter Ultra-Gruppierung auf die Seite des Rivalen.

Die VfB-Anhänger waren enttäuscht vom stimmungslosen Derby. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler
Die VfB-Anhänger waren enttäuscht vom stimmungslosen Derby. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Sandhausen - Das diesjährige Baden-Württemberg-Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC war weniger stimmungsvoll als gewohnt. Dies lag vor allem daran, dass die Stuttgarter Polizei mehrere hundert Karlsruher Fans nicht ins Stadion ließ. KSC-Fans erhoben im Anschluss schwere Vorwürfe gegen das Vorgehen.

Demnach hätte sich die Polizei nicht an das im Vorhinein ausgearbeitete Sicherheitskonzept gehalten und Fans unrechtmäßig nicht ins Stadion gelassen. Die Polizei entgegnete, dass sie zu diesen Maßnahmen gezwungen war, da Pyrotechnik und Baumaterial aus der KSC-Karawane auf die Beamten geflogen waren.

Lesen Sie hier: Was genau ist in der KSC-Karawane zum Stadion passiert?

Auch Stuttgarter Anhänger schlossen sich nach dem Derby in den sozialen Netzwerken der Karlsruher Kritik an und reagierten enttäuscht auf die für ein Derby eher leise Stimmung im Gästeblock der Mercedes-Benz Arena.

Solidaritätsbanner in Sandhausen

Beim darauffolgenden Auswärtsspiel des VfB in Sandhausen folgte nun das nächste Statement der VfB-Ultras. Die Gruppierung „Schwabensturm 02“ zeigte sich mit einem großen Banner solidarisch mit den Karlsruhern. „Verein, Stadt, Land: Aufklärung der Polizeiarbeit in Stuttgart jetzt“, war darauf zu lesen.

Ob und inwieweit weitere Maßnahmen zur Aufklärung der Derby-Vorkommnisse angestrebt werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.