Personeller Paukenschlag beim Baseball-Bundesligisten Stuttgart Reds: Trotz einer bislang recht ordentlichen Saisonbilanz von zehn Siegen und zehn Niederlagen sowie Platz drei in der Südstaffel der höchsten deutschen Spielklasse haben sich die Cannstatter mit sofortiger Wirkung von ihrem Cheftrainer Ryan Ford getrennt. Der 39-jährige US-Amerikaner hatte im Januar einen Vertrag mit sechsmonatiger Probezeit unterschrieben, der nun überraschend beendet wird.
„Die Trennung hat nichts mit der sportlichen Entwicklung zu tun – und auch nicht damit, dass wir vor ein paar Wochen sechs Spiele in Folge verloren haben“, sagt der Pressesprecher Gerd Bergmann. Vielmehr sei der Grund in unterschiedlichen Auffassungen zwischen den Verantwortlichen und dem Texaner über die Weiterentwicklung des Teams sowie die Organisation innerhalb des Vereins zu suchen. Der Abteilungsleiter und sportliche Leiter Christoph Manske sagt, Ford sei es hauptsächlich um Spielresultate der ersten Männermannschaft gegangen, während der Abteilungsvorstand mehr auf das große Ganze achten wolle, vor allem auch die Förderung von eigenen Talenten.
Einen Nachfolger haben die Reds bereits intern gefunden: Austin Bull, 28-jähriger Landsmann von Ford, seit 2024 als Spieler im Bundesligateam und als Jugendtrainer am Schnarrenberg engagiert, übernimmt. „Die Mannschaft ist in Jubel ausgebrochen, als wir sie informiert haben, dass wir Austin für diese Zusatzaufgabe gewonnen haben“, sagt Bergmann.
Bei Ryan Ford kommt die Entscheidung naturgemäß weniger gut an. Er sagt, spürbar angefressen: „Stuttgart hat das Potenzial, um eine europäische Baseball-Großmacht zu werden, aber nicht mit dieser Führung.“