Baseball-Bundesliga Nach Spielabbruch voll auf Kurs

Reds-Akteur Moritz Köhler kommt angerutscht. Gegen Hünstetten gelangen ihm mit den Cannstattern zwei souveräne Siege. Foto: Iris Drobny

Der Baseball-Bundesligist Stuttgart Reds steuert nach zwei glatten Siegen in den Play-downs gegen Hünstetten auf den Klassenverbleib zu.

Der Bundesligist Stuttgart Reds ist in den Play-downs auf Kurs. Zum Auftakt der Best-of-Seven-Serie gelangen dem Team von Headcoach Rick Jacques zwei Heimsiege gegen Hünstetten Storm. Bereits am kommenden Samstag können die Baseballer durch zwei Siege in Hünstetten vorzeitig den Klassenverbleib fix machen und einem möglichen Zittern aus dem Weg gehen.

 

Der Modus ist einfach: Wer im Duell der beiden Erstligisten als Erstes vier Partien gewinnt, löst das Bundesliga-Ticket für die nächste Spielzeit. Der Verlierer hat noch die Chance, den Klassenverbleib im Duell gegen den Kandidaten aus der zweiten Liga zu schaffen. „Die endgültige Entscheidung kann sich aber bis zum 22. September hinziehen“, sagt das Reds-Vorstandsmitglied Felix Kandt, weil die Zweitligisten in den Play-offs noch ihren Sieger ermitteln müssen. Diesem Szenario wollen die Stuttgarter aus dem Weg gehen und sind motiviert und zielstrebig in den Doppelspieltag gegen das hessische Team aus Hünstetten gegangen, gegen das man in der regulären Saison von sechs Partien vier gewann. „Es kam klar zum Ausdruck, dass wir über die besseren Spieler verfügen“, sagt Kandt, der zuversichtlich ist, dass „der Klassenverbleib schnellstmöglich“ perfekt gemacht werde.

Spiel eins am Samstag verlief zu Beginn noch in etwa ausgeglichen, jedoch setzten sich die Cracks vom Schnarrenberg letztlich mit 8:3 durch. Von Ausgeglichenheit war in der zweiten Tagespartie dann aber auch gar nichts zu erkennen. Im Gegenteil. Nach sechs von eigentlich sieben Innings wurde die Begegnung beim Stand von 11:1 abgebrochen – die sogenannte Mercy-Rule griff. Bedeutet: Wenn ein Team mit zehn Punkten führt, ist die Begegnung vorzeitig beendet. Zum „Spielabbruch“ trugen vor allem der Schlagmann Fabian Beck und der Werfer Yaferson Lopez bei. Beck machte sich an seinem 23. Geburtstag selbst ein Geschenk, war mit vier Zählern erfolgreichster Punktesammler der Partie. Und Lopez gönnte den Gästen nur drei ordentliche Schläge ins Feld und einen Punkt. Sieben Strikeouts rundeten seinen gelungen Auftritt ab.

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