Basketball, Aufstiegsrunde: SVF Droht gleich zu Beginn das Aus?
Die Basketballer des SV Fellbach verlieren im Achtelfinale der Aufstiegsrunde das defensiv geprägte Spiel gegen die Hertener Löwen mit 52:67, weil ihre Offensive nicht stattfindet.
Die Basketballer des SV Fellbach verlieren im Achtelfinale der Aufstiegsrunde das defensiv geprägte Spiel gegen die Hertener Löwen mit 52:67, weil ihre Offensive nicht stattfindet.
Wenn zwei defensivstarke Mannschaften aufeinandertreffen, können die Zuschauer zumeist kein Offensivspektakel erwarten. So war das auch am Samstag, als die Basketballer des SV Fellbach im Achtelfinale der Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga in der heimischen Gäuäckerhalle I die Gäste der Hertener Löwen empfangen haben. Zur Pause führte das Team um den Trainer Kristiyan Borisov mit 27:26 – ein mickriges Zwischenergebnis. Es war eine umkämpfte Begegnung, geprägt aber von Fehlwürfen und technischen Fehlern auf beiden Seiten. So ging es zunächst auch nach der Pause weiter, vor dem finalen Spielabschnitt führten die Gastgeber mit 45:41. Doch dann wachte ein Team doch noch auf und entschloss sich, auch in der Offensive zuzulegen. Es war der Verbund aus Herten, der sich letztlich mit 67:52 durchsetzte. Die Fellbacher Basketballer dagegen zeigten im Angriff eine desolate Vorstellung. Oder, wie es Kristiyan Borisov ausgedrückt hat: „Wir hatten uns schon vorher in die Hosen gemacht, wir waren mental nicht bereit für dieses Spiel und sind am Ende eingebrochen.“
Im Vergleich zu den vergangenen 24 Spielen dieser Saison hat der Coach des SV Fellbach für die Aufstiegsrunde von seinen Spielern zwei für ihn entscheidende Dinge verlangt: Konzentration und mentale Stärke. Beide waren am Samstag nicht vorhanden. „Nichts, was ich in diesem Spiel sehen wollte, ist passiert“, sagte Kristiyan Borisov. Auf der anderen Seite war der Trainer Robin Singh, der die Hertener Löwen im vergangenen Jahr noch zum Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse Pro B geführt hatte, nach der Pause zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Das war in der Defensive ein taktisches Spiel auf hohem Niveau. In der zweiten Hälfte haben wir die Würfe bekommen, die wir wollten, wir haben die besseren Lösungen gefunden.“ Er fügte aber auch noch hinzu: „Das Ergebnis ist etwas zu hoch ausgefallen.“
Kein Trost für die Basketballer des SV Fellbach um den Flügelspieler Nik Schlipf, für gewöhnlich ein treffsicherer Schütze, am Samstag aber auch nur mit zwölf Punkten. Eine Niederlage ist eine Niederlage, die Höhe spielt in diesem Fall keine Rolle. Nun geht es für sie am Freitagabend, 20 Uhr, in der Rosa-Parks-Halle in Herten zum Rückspiel. Dort werden sie sich – speziell in der Offensive – gewaltig steigern müssen, um mit einem Sieg dann noch die Chance zu bekommen, am Sonntag, 16 Uhr, im entscheidenden dritten Spiel zu Hause das Viertelfinale zu erreichen. „Wir müssen dieses erste Spiel richtig schnell vergessen. Das einzig Gute daran ist, dass es am Freitag noch schlechter nicht laufen kann. Ich möchte die Serie zurück nach Fellbach bringen“, sagte Kristiyan Borisov.
Bei den siegreichen Gästen, Tabellensechste in der Nordstaffel, stachen am Ende allen voran die erfahrenen Faton Jetullahi, 31, und Dario Fiorentino, 39, heraus. Sie erzielten zusammen 32 Punkte, also fast die Hälfte ihres Teams. Im Verbund des SV Fellbach zeigte sich im finalen Spielabschnitt dagegen niemand. Die Körpersprache versagte. Und so könnte es sein, dass die Saison für die Fellbacher Basketballer bereits am Freitagabend endet – schneller als von Kristiyan Borisov erhofft und auch erwartet.
SV Fellbach: Schlipf (12), Hanzalek (10), Golder (7), Rodrigues (7), Butler (5), Lyles (5), Okafor (3), Gerlinger (2), Kolev (1), Billinger , Davis.