Basketball im Corona-Modus Den MHP Riesen Ludwigsburg droht das Aus im Pokal

Von ump 

Die Ludwigsburger haben am zweiten Spieltag des Pokal-Wettbewerbs 72:92 bei Gastgeber Ulm verloren. Die Qualifikation fürs Final Four rückt in weite Ferne – zudem bestimmt Corona den Spielplan.

Auch 17 Punkte von Jaleen Smith können die Riesen-Niederlage nicht verhindern. Foto: Baumann
Auch 17 Punkte von Jaleen Smith können die Riesen-Niederlage nicht verhindern. Foto: Baumann

Ulm - Die MHP Riesen Ludwigsburg konnten am Samstag am zweiten Spieltag des Pokal-Turniers antreten, soweit die gute Nachricht in Corona-Zeiten für den Basketball-Bundesligisten. Doch die schlechte folgte auf dem Fuß. Der deutsche Vizemeister verlor beim Gastgeber ratiopharm Ulm deutlich mit 20 Punkten (72:92) und hat somit nur noch geringe Chancen auf das Final-Four-Turnier in München. Sollten die Ulmer am Sonntag (15 Uhr) ihre Partie gegen s.Oliver Würzburg verlieren, reicht den Riesen am Abend um 20.30 Uhr gegen Brose Bamberg ein Sieg, um sich aufgrund des direkten Vergleichs als Gruppenerster durchzusetzen. Sollten die Ulmer gegen die noch sieglosen Würzburger allerdings gewinnen, muss Ludwigsburg die Bamberger mit mehr als elf Punkten bezwingen, um noch ins das Finalturnier einzuziehen.

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Dafür wäre definitiv eine Leistungssteigerung nötig. Denn gegen die Ulmer präsentierte sich die Mannschaft John Patricks über die gesamte Spielzeit vor allem in der Offensive zu schwach und als zu leicht ausrechenbar. Auch Patrick musste zugeben: „Die Ulmer waren viel besser, viel stärker und viel aggressiver – auch mental.“ Lediglich Jaleen Smith, der fast die gesamten 40 Minuten durchspielte, mit 17 Punkten, Elias Harris (13) und Jordan Hulls (11) überzeugten einigermaßen, während bei Ulm gleich sechs Spieler zweistellig trafen, am besten der Center Dylan Osetkowski (18 Punkte). Ulms Trainer Jaka Lakovic sagte: „Ludwigsburg spielt normalerweise mit mehr Intensität, mehr Defensive und einem verbesserten Rebounding.“ Doch das Duell unter den Körben ging mit 35:21 klar an die Gastgeber, in der mit 600 Zuschauern „ausverkauften“ Arena.

Insgesamt enttäuschte Patricks Mannschaft über weite Strecken vor allem im spielerischen Bereich, in dem es zu viele Eins-gegen Eins-Situationen gab. „Es war eine schwierige Woche für uns, wir waren nach einem falschen Positivtest in Quarantäne – müssen aber für dieses Spiel bereit sein“, sagte Patrick. Und Jaleen Smith fügte hinzu: „Es war eben erst das zweite Spiel in dem wir komplett zusammen auf dem Feld waren“, während die Ulmer zudem bereits im Eurocup antreten.

Spielausfälle wegen Corona

Auf einen internationalen Einsatz haben die Riesen bekanntlich verzichtet, und die Qualifikation fürs Final Four im Pokal wird schwierig. Sollte die verpasst werden, hätte die Mannschaft zumindest eine Sorge weniger: Wann gespielt wird? Nachdem durch die Corona-Fälle bei Alba Berlin das für 1. und 2. November geplante Turnier in München bereits verschoben worden ist, fielen nun auch die Partien von medi Bayreuth und Telekom Bonn dem Virus zum Opfer, was den Termindruck in Sachen Nachholspiele enorm erhöht. Die Riesen können sich im Zweifel schon mal auf den Bundesliga-Auftakt gegen die BG Göttingen am 6. November konzentrieren – und im Hinblick darauf gibt es noch viel zu tun.

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