Basketball in Fellbach Noch eine Niederlage gegen den Nachbarn

Von Harald Landwehr 

Das Regionalliga-Team des SV Fellbach verliert wie schon in der Hinrunde gegen den MTV Stuttgart – diesmal mit 63:72. Nick O’Brian Mosley und Simion Habtemichael überzeugen bei ihrer Rückkehr an die ehemalige Wirkungsstätte.

James Arbinger (mit Ball) und seine Fellbacher Teamgefährten scheitern   in der Gäuäckerhalle I an den Gästen in Rot. Foto: Patricia Sigerist
James Arbinger (mit Ball) und seine Fellbacher Teamgefährten scheitern in der Gäuäckerhalle I an den Gästen in Rot. Foto: Patricia Sigerist

Fellbach - Der Plan: Mit einem Heimsieg im Derby gegen den MTV Stuttgart wollten die Basketballer des SV Fellbach am Sonntag in der Regionalliga Südwest die letzten Zweifel am Klassenverbleib ausräumen. Doch nicht jeder Plan lässt sich in die Tat umsetzen. Die Gäste aus der Landeshauptstadt haben sich nach dem Hinspielerfolg nun auch in der Gäuäckerhalle I behauptet und mit 72:63 die Punkte entführt. „Sie wollten den Sieg mehr als wir, sie haben mit mehr Leidenschaft und mehr Kampfgeist gespielt und deshalb verdient gewonnen“, konstatierte der SVF-Abteilungsleiter Andreas Tsiminos nach der Begegnung.

Der athletische US-Amerikaner bekam bereits in den ersten 20 Spielminuten dreimal ein Foul angezeigt

Zu Spielverderbern wurden am Sonntagnachmittag für die Fellbacher Basketballer um den Trainer Ignas Sijanas zwei Akteure, die als Gäste in durchaus gewohnter Umgebung auftrumpften. Der US-Amerikaner Nick O’Brian Mosley, von 2015 bis 2017 bei den Fellbachern unter Vertrag, und Simion Habtemichael, der als Jugendspieler und auch als Erwachsener das Trikot der sogenannten „Flashers“ getragen hatte, überzeugten an ehemaliger Wirkungsstätte. Simeon Habtemichael erzielte 24 Punkte. Nick O’Brian Mosley legte noch einen Zähler obendrauf und sammelte zudem zehn Abpraller vom Korb (Rebounds) ein. Seinem Spiel kam dabei zupass, dass Andre William („Scooter“) Gillette, sein unmittelbarer Nachfolger im Fellbacher Trikot und Gegenspieler, zu deutlich weniger Spielzeit verurteilt wurde als geplant. Der athletische US-Amerikaner bekam bereits in den ersten 20 Spielminuten dreimal ein Foul angezeigt und zog sich direkt nach dem Seitenwechsel sein viertes zu. „Das hat ihn psychisch ziemlich mitgenommen, er hat dann irgendwann die Lust verloren“, sagte Andreas Tsiminos, der mit ansehen musste, wie Andre William Gillette nur auf 27 statt der erhofften 38 bis 40 Minuten auf dem Feld kam. Immerhin erzielte er bei seinem verkürzten Auftritt noch 14 Punkte.

Auf den Trainer Ignas Sijanas und sein Team warten noch zwei Auswärtsaufgaben

Dass die Gastgeber um James Arbinger trotz dieser Foulprobleme die Begegnung bis gegen Mitte des dritten Abschnitts offen gestalteten und zeitweilig in Führung lagen, war auch auf den erneut starken Auftritt von Colin Anwender zurückzuführen, der in nur 20 Minuten Spielzeit sechs seiner acht Würfe aus dem Feld traf und so 13 Punkte erzielte. „Unser Trainer hätte ihm gerne noch mehr Minuten auf dem Spielfeld gegeben, aber Colin Anwender hatte zuvor ein komplettes Spiel mit der Landesliga-Mannschaft absolviert und war etwas müde“, sagte Andreas Tsiminos.

Auf den Trainer Ignas Sijanas und sein Team warten noch zwei Auswärtsaufgaben (in Crailsheim und in Kaiserslautern), zum Abschluss folgt am 28. März die Heimpartie gegen die Gießen Pointers. Bei vier Zählern Vorsprung auf den MTV Kronberg auf dem 13. Platz, dem möglichen ersten Abstiegsplatz, und dem Plus im direkten Vergleich würde weiterhin ein Sieg sicher zum Klassenverbleib reichen. SV Fellbach: Klevinskas (17), Gillette (14), Colin Anwender (13), Arbinger (10), Kuzman (4), Steinort (3), Rotim (2), Oksar, Vukovic, Kumtepe, Nebo.




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