Basketball-Landesliga An diesem Tag hätte VfL Sindelfingen wohl lieber im Bett bleiben sollen

Etliche Korbleger versemmelt: Die schwache Trefferquote aus der Zone war einer der Gründe für die Niederlage des VfL Sindelfingen. Foto: Eibner/Manuel Flierl

Manchmal klappt beim Sport einfach gar nix. So einen verhexten Tag erlebten nun die Landesliga-Basketballer des VfL Sindelfingen. Korbleger, Freiwürfe, Dreier – fast alles ging daneben.

Es gibt Tage, an denen wäre man lieber im Bett geblieben. Exakt so einen Tag erlebten die Landesliga-Basketballer des VfL Sindelfingen bei ihrer 66:80-Heimniederlage gegen BBU Ulm III. Einfach gar nichts wollte funktionieren.

 

„Es war wie verhext“, schüttelte Kapitän Arber Shabani angesichts der mauen Leistung des Teams immer wieder den Kopf. „Sowas passiert wahrscheinlich einmal im Jahr.“ Die Misere begann schon bei den Korblegern, die die Gastgeber in schöner Regelmäßigkeit versemmelten. „Das ist überhaupt nicht typisch für uns“, winkte Shabani ab.

VfL Sindelfingen versemmelt unzählige Korbleger und Freiwürfe

Vor allem die Sindelfinger Big-Men verschenkten regelmäßig aussichtsreiche Gelegenheiten in der Zone des Gegners. „Die haben heute bestimmt um die 30 Punkte liegen lassen“, haderte der Spielführer. „Das war extrem.“ Ein weiterer Aspekt der Pleite waren die Freiwürfe. Nur 20 von 33 Versuchen fanden ihren Weg durch die Reuse. Gerade mal etwa 60 Prozent, eine stark ausbaubare Quote.

Noch schlimmer sah es von draußen aus. Während die Gäste den Einheimischen elf Dreier einschenkten, trafen die Hausherren keinen einzigen. Es war also nicht die Stärke des Gegners, die dem VfL zu schaffen machte, sondern die eigenen offensiven Unzulänglichkeiten. „Eigentlich musst du so ein Spiel gewinnen, selbst wenn du mit dem Kopf nur halb da bist“, kritisierte Shabani. „Aber wenn dann halt auch der Ball – egal bei welchem Spieler – nicht rein will...“

Elf versuche, null Treffer: Die Dreier wollten bei Radojica Bozovic (re.) und dem VfL Sindelfingen einfach nicht fallen. Foto: Eibner/Manuel Flierl

Den Grund für die Misere hatte er schnell ausgemacht. „Das ist ganz einfach erklärt“, meinte er auf Nachfrage ohne Umschweife, „man sieht, dass viele in der Pause zwischen den Jahren gar nichts gemacht haben.“ Auch die Schiedsrichter trugen mit ihren kleinlichen Pfiffen dazu bei, dass kein Rhythmus aufkam. „Die ständigen Unterbrechungen haben die komplette Mannschaft gestört“, bemerkte Shabani.

Wenn der VfL Sindelfingen seine Aufstiegschancen wahren will, sollte er seine Schwächen möglichst bald abstellen. Schon am Sonntag (17.30 Uhr) geht es beim SV 03 Tigers Tübingen II weiter. Wie die Truppe dort in die Erfolgsspur zurückfinden kann? „Auf jeden Fall, indem wir so einfach Sachen wie Korbleger und Freiwürfe reinmachen“, betont Arber Shabani. „Und außerdem muss der eine oder andere seine Emotionen besser im Griff haben.“

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