Von den jungen Kerles beim Gegner nicht zu stoppen: Alexander Schiff nutzte seine körperlichen Vorteile zu 30 Punkten. Foto: Stefanie Schlecht
Erstmals in diesem Kalenderjahr haben es die Landesliga-Basketballer des VfL Sindelfingen deutlich gemacht. Für Gegner TSG Söflingen III galten an diesem Tag aber mildernde Umstände.
Michael Schwartz
12.02.2026 - 15:36 Uhr
Vom Ergebnis her sieht der jüngste Sieg der Landesliga-Basketballer des VfL Sindelfingen ziemlich souverän aus. Das 93:56 gegen die TSG Söflingen III spricht eigentlich für sich. „Als souverän würde ich es aber jetzt nicht bezeichnen“, findet Kapitän Arber Shabani.
Das hat einen einfach Grund: Die Gäste waren nur zu fünft in die Sporthalle der Gemeinschaftsschule Eichholz gekommen, also ohne Wechseloptionen. Im letzten Viertel hatte ein Akteur dann zudem die Foulgrenze erreicht und durfte den Regeln gemäß nicht mehr mitspielen. Das alles machte es den Gastgebern natürlich leicht.
TSG Söflingen III tritt nur zu fünft beim VfL Sindelfingen an
Trotz diese mildernden Umstände für den Kontrahenten sei der eigene Auftritt, so Shabani, zum größten Teil überzeugend gewesen. Denn auch bei den Einheimischen fehlten ein paar Leute, vor allem die mit der meisten Körperlänge. So waren Mirza Music und Alexander Schiff die größten Akteure der Hausherren – und das mit unter zwei Metern, was für diese Sportart eigentlich nur mittelgroß ist.
Dennoch fand das Auswärtsteam kein Mittel gegen eben jenen Alexander Schiff. „Er war körperlich überlegen, einfach stabiler als die jungen Kerle von denen“, erklärt Shabani, warum viel über seinen Teamkollegen in der Zone ging, der mit 30 Punkten zum Topscorer avancierte. „Wir haben das Spiel breit gemacht, damit er innen Platz hat. Und wenn die Söflinger reingegangen sind, kamen bei uns die Würfe von außen“, schildert der erfahrene Sindelfinger Spielführer.
So viele Punkte wie in diesem Spiel hatte der VfL Sindelfingen in diesem Jahr noch nicht erzielt. Foto: Eibner/Rene Weiss
Beim VfL kamen derweil auch viele Youngsters zum Einsatz. Bahadir Özdemir, Marlon Bradac und Emre Gidis attestierte Arber Shabani einen guten Job: „Sie haben ihre Minuten richtig gut genutzt.“
Irgendwann hatte der Rivale auch einfach keine Lust mehr, was die Spieler auf dem Feld auch deutlich machten. Allerdings muss man dem Quintett zugutehalten, dass es immerhin angetreten ist. „Vor der Partie dachte ich, vielleicht kommen sie auch gar nicht“, erzählt Shabani, der selbst letztlich 18 Zähler erzielte. In den zweistelligen Bereich kam zudem noch Ali Tomaras-Hijazi mit 10 Punkten.
Er und seine Kollegen haben jetzt erst einmal ein Weilchen Pause, genauer gesagt bis zur nächsten Partie in der Kuckuckshalle bei KKK Haiterbach II am 1. März um 14 Uhr. Ausgerechnet jetzt, wenn die Truppe wieder in Schwung kommt? „Das war tatsächlich auch unser Gedankengang“, hadert Arber Shabani mit der langen, unfreiwilligen Auszeit. „Es ist nervig, aber wir müssen halt schauen, dass wir uns fit halten und im Training an ein paar Dingen arbeiten.“