Basketball-Landesliga, Relegation Nach desolatem Auftritt stehen die SV Böblingen Panthers direkt am Abgrund

Torben Strieder und seine Teamkollegen taten sich vor allem im zweiten und dritten Viertel schwer, den Ball im Korb unterzubringen. Foto: Eibner/Lars Neumann

Was die SV Böblingen Panthers im zweiten und dritten Viertel der Relegationspartie bei der TSG Ehingen aufs Feld brachten, ging auf keine Kuhhaut. Nach einer desaströsen Leistung steht der Klassenerhalt in der Basketball-Landesliga mehr denn je auf der Klippe.

Acht Zähler eines Teams in einem Viertel sind im Basketball schon ziemlich mickrig. Nur zwei Pünktchen in einem Abschnitt schlagen dem Fass hingegen den Boden aus. Beides passierte den SV Böblingen Panthers in einer einzigen Partie – und dann auch noch ausgerechnet in der so wichtigen Relegationsrunde zur Landesliga. Die desolate Leistung führte zu einer 49:77-Niederlage bei der TSG Ehingen.

 

„Wir hatten eine klare Vision, wie wir agieren wollten“, erklärte Trainer Harun Subasic. „Das hat zumindest am Anfang geklappt.“ In der Tat führten seine Schützlinge auswärts beim ersten Seitenwechsel auch noch mit 21:19. „Uns war klar, dass es ein Kampf sein würde“, beschrieb der Coach. „Aber ab da war es nur noch eine Schlammschlacht.“

Die Gäste ließen sich vom extrem physischen Auftritt des Gegners – wie schon häufig in dieser Saison, wenn ein Rivale körperlich agiert – völlig aus dem Konzept bringen. „Wir haben nicht mehr am Plan festgehalten“, erkannte Subasic, warum seine Truppe zur Pause mit 29:45 und zehn Minuten später sogar mit 31:60 hinten lag. „Das war ein sehr ekelhaftes Spiel, wofür wir nicht bereit waren“, räumte er ein.

Noch dazu forderten die hart geführten Begegnungen auf dem Feld ihre Opfer. Ibrahim Grönebaum hatte sich früh verletzt, Jacob Shipman musste ebenso schon bald raus. „Das waren die Folgen von unnötig ausgefahrenen Knien und Ellenbogen“, ärgerte sich Subasic über die Gastgeber, wollte das aber nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Unser Job ist es, trotzdem im Rhythmus zu bleiben und dagegenzuhalten.“

Immerhin: Im finalen vierten Durchgang gelang das wieder. „Wir konnten uns noch einmal aufraffen“, so Subasic. Da war das Kind aber längst in den Brunnen gefallen. „Die Saison ist noch nicht rum – schon gar nicht mit so einem Ende“, meinte der Übungsleiter trotzig. In der Tat ist der Klassenerhalt weiterhin möglich. Als nächstes trifft der dritte Teilnehmer an dieser Relegationsrunde, der VfL Sindelfingen, auf die TSG Ehingen. Eine Woche später empfangen dann die SV Böblingen Panthers den Lokalrivalen. Sehr wahrscheinlich wird es da um alles gehen.

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