Basketball-Landesliga, Relegation SV Böblingen Panthers gegen VfL Sindelfingen: Duell alter Weggefährten

Das Spiel im zweiten und vierten Viertel verloren: Malik Dagli (am Ball) und der VfL Sindelfingen kämpften gegen die TSG Ehingen in ihrem ersten Relegationsspiel auch mit eigenen Schwächen. Foto: Stefanie Schlecht

Im letzten Relegationsspiel zur Basketball-Landesliga treffen die SV Böblingen Panthers auf den VfL Sindelfingen. Die Teams verbindet dabei weit mehr als nur eine sportliche Rivalität.

Am Samstag (20 Uhr) kommt es in der Hermann-Raiser-Halle zu einem in jeglicher Hinsicht spannenden Relegationsduell. Der VfL Sindelfingen tritt bei den SV Böblingen Panthers an, beide Teams können sich mit einem Sieg den letzten freien Platz in der Basketball-Landesliga sichern.

 

Es ist nicht nur das ewige Kräftemessen der benachbarten Städte, sondern auch für zahlreiche Spieler der Gäste ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Verein. Ali Hijazi, Raffaele Pascucci, Ilyasse El Medahe und Arber Shabani – sie alle trugen einst das Trikot der Raubkatzen. „Die Vorfreude ist groß“, berichtet Letzterer, seines Zeichens Kapitän. „Es geht keinem darum, den Gegner fertigzumachen, sondern es ist alles eher freundschaftlich.“ Dem stimmt auch Harun Subasic zu. „Wir stehen im brüderlichen Verhältnis“, so der Trainer der Gastgeber.

Die beiden Protagonisten verbindet eine besondere Beziehung. „Ich habe ihn damals selbst trainiert“, erinnert sich Shabani. Diese Einheiten sind seinem ehemaligen Schützling gut in Erinnerung geblieben. „Es war anspruchsvoll“, blickt Subasic zurück. Später spielte er nicht nur an der Seite seines früheren Übungsleiters in der Oberliga-Mannschaft der Böblinger, sondern auch an der von Hijazi. „Ali habe ich als Mentor gesehen, denn er hat mir sehr geholfen in meiner ersten Saison“, erklärt er. „Es war die glorreiche Zeit, als wir noch alle zusammen waren.“

Doch diese gehört der Vergangenheit an, stattdessen geht es nun darum, wer kommende Saison in der Landesliga spielen darf. „Wir werden nach der unnötigen Niederlage gegen Ehingen alles in unserer Macht stehende tun, um unser Ziel vom Aufstieg zu erreichen“, gibt Shabani als Marschroute aus. Dabei deutet sich an, dass der VfL etwas mehr personelle Alternativen zur Verfügung haben wird als noch in der Vorwoche. So soll der Erfolg gegen die SVB-Korbjäger gelingen. „Wir kennen deren Stärken und wissen, worauf wir uns einstellen müssen.“

Das gilt aber auch für den Kontrahenten, zumal der die beiden Testspiele in dieser Runde für sich entschieden hat. „Wir wollen mit unserer individuellen Qualität angreifen und gefährlich sein“, schildert Subasic die Herangehensweise. Dabei könnte die Kondition, die den alten Hasen aus Sindelfingen vergangene Woche bereits zum Verhängnis wurde, ein wichtiger Vorteil für die junge Panthers-Truppe sein. Diese muss aber wohl auf Marko Bjelosevic verzichten. „Wir hoffen, dass es seinem Rücken bald besser geht.“

Doch egal, wer letztlich gewinnt und damit in der höheren Klasse antreten darf – eines ist jetzt schon sicher. „Wir werden uns auch danach gut verstehen und im Anschluss an das Spiel zusammensitzen“, weiß Subasic um die Kraft der Freundschaft.

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