Sportlich haben sich Ludwigsburgs Basketballer für das Pokal-Endturnier qualifiziert, doch ausrichten werden sie es wohl kaum: Die Hallen der Konkurrenz sind größer.

Sport: Joachim Klumpp (ump)

Nach dem erstmaligen Erreichen des neuen Top-Four-Formats im Basketball durch den Derby-Sieg bei den Hakro Merlins Crailsheim steht schon mal fest auf wen die MHP Riesen Ludwigsburg am 18. Februar 2023 treffen werden – die Ewe Baskets Oldenburg. Wo? Möglicherweise wird das dann ein echtes Auswärtsspiel bei diesem Endturnier. Denn der Ligakonkurrent hat bereits seine Ambitionen unterstrichen, sich als ernsthafter Ausrichter zu bewerben: Geschäftsführer Hermann Schüller sagte: „Mit einem attraktiven Rahmenprogramm und unserer Begeisterung für den Basketball wollen wir die Fans und Sponsoren an diesem Wochenende mitreißen.“

Und Ludwigsburg? Die Verantwortlichen sind zwar noch in der Findungsphase, doch die Chancen eher gering, wie der Vereinsvorsitzende Alexander Reil zugibt: „Allein von unserer Zuschauerkapazität her ist das finanziell schwer zu stemmen, zumal auch München wohl Interesse hat.“ Die MHP-Arena fasst maximal 4500 Besucher, die beiden Konkurrenten jeweils um die 6000.

So viel Plätze hatte auch die Stuttgarter Porsche-Arena zu bieten, die aus Ludwigsburger Sicht ebenfalls angedacht war. Doch erstens ist die an dem Pokal-Wochenende belegt, und zweitens hätte auch dort die Kosten-Nutzen-Relation abgewogen werden müssen. Für die Fans steht also wohl eine Reise im Februar an, an diesem Samstag aber wartet zunächst einmal das Heimspiel gegen die BG Göttingen in einer wohl erneut (nahezu) ausverkauften Halle.