Basketball Pro B: SV Fellbach Ab in die Saisonverlängerung

Jeremy Kolev bringt auch am Samstag wieder in Abwehr und Angriff eine Menge Energie in die Mannschaft des SV Fellbach Foto: Maximilian Hamm

Die Basketballer des SV Fellbach gewinnen am Samstag in der Pro B gegen die Gäste aus Ludwigsburg mit 66:61 und qualifizieren sich damit für die Aufstiegsrunde.

Nach dem 66:61-Heimsieg zeigte der Trainer Kristiyan Borisov sich am Samstagabend zunächst unzufrieden. Er haderte mit der Chancenverwertung, mit der Abwehrarbeit, und überhaupt war er nicht einverstanden, wie die Basketballer des SV Fellbach sich gegen die Gäste aus Ludwigsburg präsentiert hatten. „Das einzig Gute an diesem Spiel ist der Sieg“, sagte der 37-jährige Coach in einer ersten Reaktion. Doch schon wenig später überwog das Positive: Mit diesem Heimsieg in der gut besuchten Gäuäckerhalle I hat die Fellbacher Mannschaft um den Flügelspieler Jeremy Kolev sich für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Zum zweiten Mal nacheinander seit ihrem Aufstieg in die dritthöchste Spielklasse Pro B im Jahr 2023.

 

Das Fehlen von Butler, Golder und Gerlinger war bemerkbar

Wahrscheinlich hatte Kristiyan Borisov sich mehr erhofft von seinem Team, das nach zwei spielfreien Wochenende allerdings ein wenig ungelenk wirkte. Es schien seinen Rhythmus, der es vor der Pause zu drei Siegen nacheinander geführt hatte, verloren zu haben. Zwar traf Nik Schlipf wie gewohnt ein paar Distanzwürfe, doch bei den vermeintlich leichteren Korblegern scheiterte er mehrmals. Nelson Okafor schnappte sich zwar immer wieder den Ball unter den Körben, aber oftmals kam er auch einen Schritt zu spät, und die groß gewachsenen Gegenspieler aus Ludwigsburg nutzten ihre Chance. Da machte sich das Fehlen von Brian Butler, der kurzfristig erneut verletzungsbedingt passen musste, sowie von Mark Golder und auch von Jonathan Gerlinger recht deutlich bemerkbar.

Der Rhythmus hat noch gefehlt

Letztlich aber fanden die Basketballer des SV Fellbach einen Weg, dieses Spiel gegen ebenfalls dezimierte Gäste aus Ludwigsburg – sie waren mit nur sieben Akteuren angetreten – für sich zu entscheiden. In Anbetracht der Umstände ist das eine bemerkenswerte Leistung. Und genau genommen war die Abwehrarbeit doch nicht so schlecht; nur 61 Punkte für den Gegner sprechen dabei eine deutliche Sprache. Das hat später auch Kristiyan Borisov so gesehen, sagt aber: „Wir brauchen jetzt ein bis zwei Wochen, um wieder in einen guten Rhythmus zu kommen. Das Engagement war da, und am Ende zählt eben der Sieg“, sagte der Trainer des SV Fellbach.

Der SV Fellbach steht auf dem dritten Rang

Beim Blick auf die Tabelle der Südstaffel dürfte Kristiyan Borisov eh wieder gute Laune bekommen. Er war ja mit dem Ziel Ligaverbleib in diese Saison gestartet. Nun steht die Mannschaft auf dem dritten Rang und hat es zwei Spieltage vor Schluss selbst in den Händen, von dieser Ausgangsposition in die Aufstiegsrunde zu starten. Da die Tabellensituation hinter dem SV Fellbach allerdings noch sehr ausgeglichen ist, sind viele Varianten in der Saisonverlängerung möglich.

Am Samstag geht es zum FC Bayern München II

Auch in der Nordstaffel der Pro-B-Liga kämpfen noch einige Teams um ihren Platz unter den besten acht. Nach heutigem Stand könnten die SVF-Basketballer am zweiten Aprilwochenende im Achtelfinale auf die Hertener Löwen treffen. Doch zunächst steht für sie am Samstag, 15 Uhr, das Gastspiel beim FC Bayern Basketball II auf dem Programm. Eine Woche später kommt der Tabellenletzte und designierte Absteiger aus Würzburg nach Fellbach.

SV Fellbach: Schlipf (17), Hanzalek (11), Rodrigues (11), Lyles (10), Kolev (9), Okafor (6), Davis (2), Billinger, Dickgiesser.

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