Basketball Pro B: SV Fellbach Dem schlechtesten folgt das beste Spiel

Mark Golder bekommt Anweisungen von seinem Trainer Kristiyan Borisov – und zeigt am Sonntag in Erfurt eine gelungene Vorstellung im Trikot des SV Fellbach. Foto: Maximilian Hamm

Die Basketballer des SV Fellbach zeigen sich nach der bitteren 51:88-Heimniederlage zuletzt gut erholt und gewinnen am Sonntag bei den Basketball-Löwen in Erfurt mit 88:66.

Die Ergebniskrise bei den Basketballern des SV Fellbach ist beendet. Die Mannschaft, die zuletzt nur ein Verbund verunsicherter Einzelspieler gewesen war, hat wieder zusammengefunden. Es ist nicht belegbar, inwieweit die interne Krisensitzung Anfang der vergangenen Woche dafür verantwortlich zeichnet. Das Team um den Trainer Kristiyan Borisov gewann jedenfalls am Sonntagabend am 16. Spieltag in der dritthöchsten Spielklasse Pro B bei den Basketball-Löwen in Erfurt mit 88:66 (43:23). „Das war mit Abstand unser bestes Spiel in dieser Saison“, sagte Kristiyan Borisov.

 

Die Fellbacher ziehen Mitte des zweiten Viertels auf und davon

Der Coach war von Anfang bis Ende zufrieden mit dem Auftritt der Gäste. Das zeigt sich insbesondere an der Tatsache, dass er in den gesamten 40 Spielminuten keine einzige Auszeit nahm. Für gewöhnlich versammelt Kristiyan Borisov seine Spieler immer mal wieder während der Spielabschnitte um sich, weil er kleinere – oder zuletzt auch größere – Änderungen vornehmen möchte. Die Fellbacher Basketballer zogen Mitte des zweiten Viertels auf und davon. Ihre Führung betrug später einmal 36 Punkte (86:50) – ein Klassenunterschied. Erst dann ließen sie ein wenig nach, was allerdings in dieser Begegnung keine nennenswerten Folgen hatte.

Ausgezeichnete Verteidigungsarbeit von Lyles und Rodrigues

Brian Butler war mit 16 Punkten der treffsicherste Werfer seines Teams, und gemeinsam mit Nelson Okafor räumte er auch kräftig unter den Körben ab. Dort waren sie ihren Gegnern deutlich überlegen. Was dem Trainer auch sehr gut gefallen hat, war das Zusammenspiel. Einzelaktionen waren rar, stattdessen setzten die Akteure ihre Mitspieler gekonnt ein, was wiederum zu zahlreichen schnellen Kontern führte. Und dann war da noch die ausgezeichnete Verteidigungsarbeit von Tyseem Lyles und von Mateus Rodrigues, die den US-Amerikaner Michael Tyrone Mitchell Jr., mit 20,8 Punkten im Schnitt einer der besten Werfer der Liga, überhaupt nicht zur Entfaltung kommen ließen. Er kam am Ende zwar auf 15 Zähler, doch konnte er keinen entscheidenden Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen.

Mark Golder macht sein bestes Spiel in dieser Saison

Einen großen Anteil am Auswärtserfolg hatte am Sonntag Mark Golder. Der Flügelspieler des SV Fellbach markierte 15 Punkte und war auf dem gesamten Feld sehr präsent. „Es war sein bestes Spiel in dieser Runde, er hat mit viel Selbstvertrauen gespielt“, sagte Kristiyan Borisov. Bei den beiden Niederlagen zu Beginn dieses Jahres – 77:84 bei den BIS Baskets Speyer und 51:88 gegen die Gäste der BG Leitershofen/Stadtbergen – war Mark Golder zwar jeweils länger auf dem Feld gestanden, hatte mit drei respektive null Punkten allerdings nur eine Nebenrolle gespielt.

Das nächste Spiel findet ohne den Trainer statt

Auch bei ihm ist nicht klar, ob die jüngste Aussprache im Kreis seiner Mitspieler zu dieser Leistungssteigerung geführt hat. Mit diesem Sieg haben die Basketballer des SV Fellbach ihre Ergebniskrise beendet. Ob sie damit auch wieder zu den besten Teams der Liga zählen, werden sie in den nächsten Spielen beweisen müssen. Zunächst am Samstag, 17.30 Uhr, in der heimischen Gäuäckerhalle I gegen die Skyliners Juniors aus Frankfurt ohne ihren Trainer. Kristiyan Borisov ist am Montag aus familiären Gründen in seine Heimat nach Bulgarien geflogen. Doch er ist mit einem guten Gefühl geflogen.

SV Fellbach: Butler (16), Golder (15), Okafor (13), Rodrigues (13), Schlipf (9), Gerlinger (8), Hanzalek (6), Lyles (5), Davis (3), Dickgiesser.

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