Basketball Pro B: SV Fellbach Der Gegner setzt den Schlusspunkt
Die Basketballer des SV Fellbach sind mit den Köpfen schon in der Verlängerung, doch dann treffen die Gastgeber der TSV Oberhaching Tropics doch noch zum 88:86-Sieg.
Die Basketballer des SV Fellbach sind mit den Köpfen schon in der Verlängerung, doch dann treffen die Gastgeber der TSV Oberhaching Tropics doch noch zum 88:86-Sieg.
Nikola Alexander Jekov war bei den Basketballern des SV Fellbach als Experte für die Defensivarbeit bekannt – nicht für seine Offensivqualitäten. Am Sonntag hat der 23-Jährige gezeigt, dass er auch ganz genau weiß, wo der gegnerische Korb hängt. Sehr zum Leidwesen der Fellbacher Mannschaft. Denn vor dieser Saison in der dritthöchsten Spielklasse Pro B war Nikola Alexander Jekov zum Ligakonkurrenten TSV Oberhaching Tropics gewechselt. Beim zweiten Wiedersehen mit seinem ehemaligen Team erzielte er 26 Punkte – ein Karrierebestwert – und führte seine Mannschaft damit zum 88:86-Sieg.
Die Leistung des Flügelspielers war deshalb wichtig für die Gastgeber, weil Jonathan Zeisberger, mit gut 25 Punkten im Schnitt der treffsicherste Werfer der Liga, an diesem Abend nur neun Zähler sammelte und damit weit unter seinen Möglichkeiten blieb. Das wiederum war ein Verdienst der Abwehrarbeit der Gäste, die von ihrem Trainer Kristiyan Borisov entsprechend darauf eingestellt worden waren.
Auch weil sie den Spitzenspieler des Gegners im Griff hatten, war die Begegnung in Oberhaching ausgeglichen. Kein Team konnte sich auf mehr als sechs Punkte absetzen. Bis rund drei Minuten vor Schluss. Dann erarbeiteten die Gastgeber sich einen Vorsprung von elf Zählern. Doch dieser hielt nicht lange. Angeführt von Tyseem Lyles, der seine beste Saisonleistung zeigte (30 Punkte), kamen die Fellbacher Basketballer zurück und glichen fünf Sekunden vor Schluss zum 86:86 aus – Jonathan Gerlinger hatte getroffen. Als Kristiyan Borisov sich und seine Akteure schon auf eine Verlängerung einstellen wollte, traf der Gegner doch noch einmal – zum 88:86-Endstand. „Wir haben dumme Fehler gemacht und nicht hart genug gespielt“, sagte der Coach des SVF.
Er war zudem mit der Einstellung des einen oder anderen Spielers nicht einverstanden, da besteht wohl in dieser Woche noch Klärungsbedarf. Gefreut hat Kristiyan Borisov sich indes über die außergewöhnliche Leistung von Tyseem Lyles: „Er hat jetzt so gespielt, wie wir gewusst hatten, dass er spielen kann.“ Auch Jakob Hanzalek und Jonathan Gerlinger zeigten ansprechende Vorstellungen. Verzichten mussten die Gäste aus Fellbach verletzungsbedingt dagegen kurzfristig auf Nelson Okafor und immer noch auf Jeremy Kolev. Und sie haben auch wieder einmal die Treffsicherheit von der Freiwurflinie vermisst. Brian Butler zum Beispiel traf nur drei von zehn Würfen.
Nach dem 18. Spieltag weisen die Basketballer des SV Fellbach neun Siege und neun Niederlagen auf. Damit belegen sie den achten Tabellenplatz, der gerade noch zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt. Noch stehen sechs Begegnungen auf dem Programm. Zunächst empfangen Tyseem Lyles und seine Teamgefährten am Sonntag, 17.30 Uhr, in der heimischen Gäuäckerhalle I den Tabellenzweiten BBC Coburg. „Die nächsten drei Spiele werden entscheiden, ob wir es noch in die Aufstiegsrunde schaffen werden“, sagte Kristiyan Borisov.
SV Fellbach: Lyles (30), Hanzalek (20), Butler (11), Schlipf (11), Gerlinger (10), Rodrigues (4), Billinger, Davis, Dickgiesser, Golder.