Basketball Pro B: SV Fellbach Orientierungslos zum Jahresauftakt

Jakob Hanzalek ist mit 22 Punkten der beste Werfer beim SV Fellbach. Foto: Maximilian Hamm

Die Basketballer des SV Fellbach um den Spielmacher Jakob Hanzalek verlieren am Samstag in der dritthöchsten Spielklasse Pro B in Speyer mit 77:84.

In diesem vierten Viertel haben die Basketballer des SV Fellbach vieles von dem umgesetzt, was ihr Trainer Kristiyan Borisov von ihnen erwartet hatte. Doch das Aufbäumen kam am Samstagabend zu spät. Die Mannschaft um den Spielmacher Jakob Hanzalek verlor diese Begegnung in der dritthöchsten Spielklasse Pro B beim Tabellennachbarn BIS Baskets Speyer mit 77:84 (37:47). Weil sie in den drei Spielabschnitten zuvor eben all das vermissen ließ, was sie zu spät entdeckt hat: eine robuste Verteidigung und eine positive Trefferbilanz. „Wir waren in der Defensive verloren, waren orientierungslos und haben im Angriff dumme Fehler gemacht“, sagte Kristiyan Borisov.

 

Jakob Hanzalek erzielte am Samstag 22 Punkte

Erschwerend kam für die Gäste hinzu, dass Nik Schlipf und Brian Butler, beim 77:72-Heimsieg zuletzt gegen den Verbund aus Neu-Ulm noch die treffsichersten Werfer ihres Teams, dieses Mal überhaupt nicht ins Spiel gekommen sind. Sie kamen zusammen nur auf zwei Punkte. Jakob Hanzalek erzielte am Samstag 22 Punkte und war damit der beste Schütze bei den Fellbacher Basketballern. Tyseem Lyles kam am Ende auf 19 Zähler, tat sich zunächst aber auch schwer beim Punktesammeln. Letztlich war die schwache Trefferquote aus dem Feld des gesamten Teams von nur 41 Prozent mitverantwortlich für die Niederlage zum Jahresauftakt.

Der Gegner hat den direkten Vergleich gewonnen

Im dritten Viertel lagen Jakob Hanzalek und seine Mitstreiter mit mehr als 20 Punkten in Rückstand (45:66), da schien bereits alles verloren. Doch dann raufte die Mannschaft des SV Fellbach sich zusammen, kam 90 Sekunden vor Schluss auf 75:79 heran. Doch der Rückstand war zu groß gewesen. Die Gastgeber, die in heimischer Sporthalle wahrlich keine glanzvolle Vorstellung geboten hatten, durften sich am Ende über den achten Saisonsieg freuen. Damit haben sie genau so viele Erfolge vorzuweisen wie die Basketballer des SV Fellbach. Im Klassement der Pro-B-Liga stehen sie allerdings vor dem Ligakonkurrenten, weil sie den direkten Vergleich für sich entschieden haben. Der kann ganz zum Schluss noch entscheidend sein bei der Platzierung für die Aufstiegsrunde.

Neues Ziel: Aufstiegsspiele erreichen

Kristiyan Borisov war sehr enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft. „Ich habe den Siegeswillen vermisst“, sagte der Coach. Er machte dies nicht an einzelnen Spielern aus, er war mit der Vorstellung insgesamt nicht einverstanden. Und so wirkte er auch ein bisschen frustriert; zwar war der Ligaverbleib anfangs das primäre Ziel, doch im Laufe der Saison wuchs die Hoffnung, in dieser dritthöchsten Spielklasse Pro B doch wieder auf einem der vorderen Plätze zu landen – in der vergangenen Runde war es der dritte Rang. Nun formuliert Kristiyan Borisov das Ziel so: die Aufstiegsspiele erreichen. Dafür genügt am Ende der achte Rang. Und es stehen ja noch zehn Spiele auf dem Programm; zunächst am Samstag (17.30 Uhr, Gäuäckerhalle I) das Heimspiel gegen den Verbund der BG Leitershofen/Stadtbergen.

SV Fellbach: Hanzalek (22), Lyles (19), Rodrigues (15), Okafor (12), Davis (4), Golder (3), Butler (2), Billinger, Dickgiesser, Gerlinger, Schlipf.

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