Basketball Pro B: SV Fellbach Top – auch in engen Situationen
Die Basketballer des SV Fellbach machen es beim Gastspiel gegen den FC Bayern II bis zum Ende spannend, gewinnen aber mit 81:78 und festigen ihre Tabellenposition.
Die Basketballer des SV Fellbach machen es beim Gastspiel gegen den FC Bayern II bis zum Ende spannend, gewinnen aber mit 81:78 und festigen ihre Tabellenposition.
Zu Beginn des finalen Viertels lagen die Basketballer des SV Fellbach im Auswärtsspiel gegen die zweite Vertretung des FC Bayern Basketball bereits mit 68:52 vorn. Der Ausgang schien klar. Doch, wie so oft in diesem Sport, ist es ganz am Ende doch noch einmal eng geworden. 90 Sekunden vor Schluss übernahmen die Gastgeber gar die Führung – 74:73. Die Fellbacher Mannschaft um den Trainer Kristiyan Borisov hat in dieser Saison aber gelernt, wie sie in diesen Situationen agieren muss. Nik Schlipf traf aus der Distanz, Nelson Okafor stopfte den Ball in den Korb, und sowohl Tyseem Lyles als auch Jeremy Kolev trafen Freiwürfe. So durften die Gäste sich über den 81:78-Sieg freuen, es war ihr fünfter Erfolg nacheinander in der dritthöchsten Spielklasse Pro B.
Damit haben sie sich im Achtelfinale der Aufstiegsrunde das Heimrecht gesichert. Das heißt, Tyseem Lyles und seine Mitstreiter werden am zweiten Aprilwochenende zunächst einen Gegner aus der Nordstaffel in der heimischen Gäuäckerhalle I empfangen. Am 17. April folgt das Auswärtsspiel. Sollten dann beide Teams jeweils ein Spiel gewonnen haben, stünde am 19. April in Fellbach das Entscheidungsspiel auf dem Programm. „Ich werde mich in dieser Woche erstmals mit den möglichen Gegnern in der Aufstiegsrunde beschäftigen“, sagt Kristiyan Borisov. Nach Lage der Dinge wäre das entweder der Verbund der Hertener Löwen oder der ehemalige Bundesligist aus Schwelm.
Das erneute Erreichen der Saisonverlängerung ist ein großer Erfolg für die Basketballer des SV Fellbach, die ja erst ihre dritte Saison in dieser Liga bestreiten. Im vergangenen Jahr waren sie im Achtelfinale am Team des SC Rist Wedel mit 1:2 gescheitert. Jetzt möchte Kristiyan Borisov mehr. Zunächst einmal würde er gern die Runde am nächsten Samstag, 18.30 Uhr, gegen den Tabellenletzten Würzburg Baskets-Akademie mit einem Heimsieg abschließen. Mit dem Selbstvertrauen von dann sechs Siegen nacheinander plant er den Einzug in die zweite Runde. Das wiederum wäre der größte Erfolg in der Abteilungsgeschichte und für Kristiyan Borisov der nächste Schritt.
Am Samstag in der Sporthalle in Stadtbergen war der Coach zumeist zufrieden mit der Vorstellung seines Teams: „Wir haben gut zusammengespielt, gekämpft und unter den Körben viele Bälle gewonnen.“ Kristiyan Borisov war auch froh, dass Jonathan Gerlinger und Mark Golder wieder im Aufgebot waren. Nur mit dem Beginn des finalen Viertels war er nicht einverstanden. Aber seine Mannschaft hat erneut bewiesen, dass sie in den vergangenen Monaten gelernt hat, wie sie in solchen Situationen agieren muss.
SV Fellbach: Lyles (21), Schlipf (18), Kolev (12), Rodrigues (10), Hanzalek (6), Okafor (6), Gerlinger (4), Golder (4), Billinger, Davis, Dickgiesser.