Gemeinsam erfolgreich: Die TSV-Frauen und ihre Trainerin Lisa Bonds schlagen nach einigen Schreckminuten den SV Möhringen Foto: Andreas Gorr
Der TSV Malmsheim gewinnt seine Spiele – die Partie der Regionalliga-Frauen muss aber länger unterbrochen werden. Die Männer des SV Leonberg/Eltingen sind ohne Chance.
Gleich drei ehemalige Spielerinnen des TSV Malmsheim standen beim gegnerischen SV Möhringen im Regionalliga-Duell auf dem Platz am Ende jubelten die Akteurinnen des TSV nach der 74:66-Erfolg.
Die Gäste legten stark los, nach nicht einmal drei Minuten nahm TSV-Trainerin Lisa Bonds beim Stand von 3:12 die erste Auszeit – die gleichen Fehler wie in der Vorwoche gegen Tübingen bedurften einer frühen Korrektur. Top-Spielerin Janina Dzubba fand gegen das Team ihres ehemaligen Jugendtrainers Franck Becker schwer in die Partie, blühte erst später auf.
So ging es auch ihrer Mannschaft, die den deutlichen Rückstand zur Pause (36:36) ausgleichen konnte. Die Entscheidung fiel erst spät: Innerhalb der ersten drei Minuten des vierten Viertels baute der TSV seine Führung auf zehn Punkte aus. Dann kam jedoch der Schock: nach einem Gerangel fiel Maryna Suprun zu Boden und schlug mit dem Kopf auf. Das Spiel wurde für eine knappe halbe Stunde unterbrochen, die 20-Jährige lag unbeweglich auf dem Hallenboden. Die Rettungskräfte konnten sie stabilisieren und sie schleppte sich vorsichtig vom Feld.
Annika Jendrian holte acht Punkte für den TSV Malmsheim. Foto: Andreas Gorr
Der TSV Malmsheim spielte die verbleibenden vier Minuten konzentriert zu Ende und konnte mit acht Punkten Vorsprung gewinnen. Nach der finalen Sirene war das ganze Team bei Suprun, die mit einer leichten Gehirnerschütterung ins Krankenhaus kam und zwei Wochen ausfallen wird.
TSV-Männer besiegen TSV Kupferzell
Auch Manuel Martinez humpelte. Der Trainer der Malmsheimer Männer hatte sich, als er vormittags selbst auf dem Feld stand, am Knie verletzt und zeigte im Landesliga-Spiel einen entsprechend ruhigen Auftritt an der Seitenlinie. Ganz anders als seine Mannschaft auf dem Feld, die gegen den TSV Kupferzell einen furiosen 87:61(41:31)-Sieg einfuhr. In einem dynamischen, schnellen Spiel setzten sich die Hausherren vor allem in der Endphase durch, dominierten besonders den letzten Spielabschnitt. „Das war unsere beste Teamleistung bisher“, fand Martinez, vor allem das variable Defensiv-Verhalten der Gegner hatte sein Team gut im Griff.
Trainer Manuel Martinez musste es an der Auslinie deutlich ruhiger angehen lassen als sonst. Foto: Andreas Gorr
Weniger erfolgreich verlief der Sonntag für den SV Leonberg/Eltingen, beim TSB Schwäbisch Gmünd ging der Landesligist mit 64:80 unter. „Das war vorne und hinten nix“, bemängelte Trainer Niko Tokas die vielen offensiven Ballverluste. Sein Hauptaugenmerk liegt nun allerdings auf der Stabilisierung der zu wackligen Defensiven.