Basketball Vizemeister MHP Riesen Ludwigsburg verzichtet auf Champions League

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Es war angerichtet: Basketball-Vizemeister Ludwigsburg hatte für die Champions League gemeldet – und im letzten Moment doch verzichtet. Dafür gibt es Gründe.

Die Riesen feiern die Vizemeisterschaft – spielen aber nicht international. Foto: dpa/Christof Stache
Die Riesen feiern die Vizemeisterschaft – spielen aber nicht international. Foto: dpa/Christof Stache

Ludwigsburg - Kaum haben die MHP Riesen Ludwigsburg ihre erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte abgeschlossen, gibt es bereits eine kleine Hiobsbotschaft für die Anhänger. Der Basketball-Bundesligist wird in der nächsten Runde selbst als Vizemeister international nicht vertreten sein. Dabei hatte der Verein schon für die Basketball Champions League (BCL) gemeldet – doch als die am Freitag die Teilnehmerliste offiziell vorgestellt hat fehlte der Name der MHP Riesen. Die Verantwortlichen hatten am Mittwoch entschieden, ihre Meldung zurückzuziehen, weil in Zeiten von Corona einfach zu viele Probleme offen sind, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht. Dürfen Zuschauer anwesend sein, wenn ja, vie viele?; wie können die anfallenden Auslandsreisen sicher und einigermaßen preisgünstig bewältigt werden? „Das waren uns einfach zu viele Fragezeichen, die wir nicht seriös beantworten konnten“, sagt der Vorsitzende Alexander Reil mit einem Ausdruck des Bedauerns.

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Denn rein formal wäre der Wettbewerb in der fünften Saison von den Teilnehmern her so attraktiv gewesen wie nie zuvor. Mit dabei sind zum Beispiel AEK Athen oder der ehemalige Euroleague-Teilnehmer Darussafaka aus der Türkei, SIG Strasbourg oder Iberostar Teneriffa. 32 Mannschaften werden die Gruppenphase bestreiten, am Ende wartet auf den Sieger wie in der Vergangenheit eine Million Euro. Bei ihrer erfolgreichsten Teilnahme zogen die Riesen 2018 ins Final Four ein – und belegten am Ende den vierten Platz. Das alles ist nun Schnee von gestern, der Fokus von Trainer John Patrick richtet sich komplett auf die Bundesliga-Saison.

Auch im internationalen Basketball wird die BBL nur reduziert vertreten sein. Neben Bayern München und Alba Berlin in der Euroleague starten nur noch Ratiopharm Ulm im Eurocup sowie Brose Bamberg in der Champions League.

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