Bauarbeiten in Steinheim an der Murr Abriss von Häusern am Marktplatz geht weiter

Von den früheren Gebäuden auf dem Marktplatz zeugen nur noch Schuttreste. Foto: Werner Kuhnle

In Steinheim (Kreis Ludwigsburg) wird Platz für ein neues Rathaus geschaffen. Mehrere Gebäude müssen weichen. Die Arbeiten laufen nach wie vor auf Hochtouren. Der Ortskern ist kaum wiederzuerkennen.

Kaum ein Thema bewegt die Steinheimer weiter so sehr wie der geplante Neubau eines Rathauses. Das liegt an den Kosten, die zuletzt auf um die 20 Millionen Euro geschätzt wurden, hängt aber wahrscheinlich auch damit zusammen, dass das Großprojekt schon längst seine Schatten vorauswirft. Und zwar deutlich sicht- und hörbar. Denn am Marktplatz sind die Bagger angerückt, um Platz für die Umgestaltung des Areals und eben den neuen Verwaltungssitz gegenüber vom bestehenden zu schaffen. Insgesamt vier Gebäude wurden seit Herbst beziehungsweise werden noch abgerissen. Nun neigen sich die Arbeiten aber langsam dem Ende entgegen.

 

Die ehemalige Pizzeria sowie das zentral gelegene Haus, in dem Eisdiele und Bäckerei untergebracht waren, sind bereits Geschichte. Von der ehemaligen Kaffeerösterei in der Badtorstraße seien mittlerweile „nur ein paar Grundmauern übrig“, berichtet Bürgermeister Thomas Winterhalter. „Und bei dem Wohn- und Geschäftshaus in der Marktstraße 37 steht lediglich noch die Hülle. Es wurde bereits entkernt“, erklärt Winterhalter. Der Abbruch sei hier etwas diffiziler, weil das direkt angrenzende Gebäude nicht in Mitleidenschaft gezogen werden dürfe.

„Alles in allem liegen wir im Zeitplan“, betont der Bürgermeister. Heißt: Spätestens Ende Februar dürften die Abrissarbeiten beendet sein. Bis dahin sollen auch die Schutthaufen entsorgt sein, die aktuell auf dem Marktplatz aufgetürmt sind. Die Materialien hätten auf Schadstoffe untersucht werden müssen, ehe sie nun auf Deponien abgelagert oder wiederverwertet werden könnten. „Die Analyse ist abgeschlossen. Es war nichts besonders Auffälliges dabei“, sagt Winterhalter.

Bagger wühlen sich durch das Material. Foto: Werner Kuhnle

Anschließend müsse man abwarten, was die Kostenberechnung für den Rathausneubau ergebe. „Diese müsste in den nächsten Monaten vorliegen“, sagt Winterhalter. Auf der Basis könne schließlich der Baubeschluss gefasst und das Gesuch eingereicht werden. „Unsere Hoffnung ist, dass wir dann zügig den Spatenstich feiern können“, sagt Winterhalter.

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