Bereits 2024 wurden in Filderstadt-Bernhausen das Jugendhauses Z und die Gotthard-Müller-Halle abgerissen. Nun war der offizielle Spatenstich für den neuen Kombibau. Wann wird die Eröffnung sein?
Zumindest wettertechnisch steht das derzeit größte und wichtigste Bauprojekt in Filderstadt unter einem guten Stern. Oder besser gesagt: unter einer guten Wolke. Während unlängst über den Stuttgarter Filderbezirken ein Starkregen runterkam, blieb es etwa zehn Kilometer südlich auf der Baustelle am Ortseingang von Filderstadt-Bernhausen warm und sonnig. Der offizielle Spatenstich für den Kombibau des neuen Jugendhauses Z und der Gotthard-Müller-Sporthalle stand an, und den konnten die vielen Gäste aus der Verwaltung und dem Gemeinderat, aus beteiligten Firmen, aus der Jugendarbeit und andere Akteure wider Erwarten trockenen Fußes begehen.
Es hat sich bereits viel getan auf der riesigen Freifläche vor der Gotthard-Müller-Schule und der Fleinsbach-Realschule. „Die Baustelle ist so weit vorangeschritten, dass wir bereits Strom haben“, sagte Oberbürgermeister Christoph Traub vor Ort. Im vergangenen September hatten hier die Abbrucharbeiten für das knapp 40 Jahre alte Z und die ehemalige Einfeldhalle aus dem Jahr 1968 begonnen, im Februar dieses Jahres war dann der tatsächliche Baustart. Bezugsfertig sein soll der in sich verschlungene, nachhaltige Neubau, in dem sowohl das neue Jugendzentrum als auch eine moderne Dreifeldhalle unterkommen werden, im ersten Quartal des Jahres 2027. Ein Kombibau war deswegen ausgewählt worden, um den Gesamtflächenverbrauch niedrig zu halten und Synergien bilden zu können. Im Gebäude werden später zusammengenommen nahezu 4700 Quadratmeter für Sport und Jugend zur Verfügung stehen.
Von dem neu gestalteten Gelände erhofft man sich bei der Stadtverwaltung einen prägnanten Blick auf den südlichen Ortseingang von Bernhausen, außerdem soll die bestehende Raumnot für sporttreibende Vereine in der Stadt gemindert werden. Der Entwurf des Neubaus stammt vom Architektenbüro Leupold Brown Goldbach. „Vor drei Jahren haben wir uns die ersten Gedanken gemacht und erste Skizzen“, sagte Christian Goldbach bei Spatenstich. Den Baubeschluss hatte der Gemeinderat nach vielen Beratungsrunden schließlich im April des vergangenen Jahres gefasst.
Die Gesamtkosten fürs Mammutprojekt liegen bei mehr als 35 Millionen Euro, davon entfallen rund 1,5 Millionen Euro auf die Erneuerung des Pausenhofs und der Fahrradstellplätze der Fleinsbachschule. So oder so: Im Moment ist es das teuerste Bauprojekt in der Stadt, bestätigte Traub vor Ort.