Bauen in Schönberg Von Gerüchten umranktes Grundstück ist noch unbebaut

Das Grundstück liegt an der Birkheckenstraße, Ecke Steinpilzweg. Foto: Caroline Holowiecki
Das Grundstück liegt an der Birkheckenstraße, Ecke Steinpilzweg. Foto: Caroline Holowiecki

Erst ist ein angefangenes Gebäude auf dem Premiumgrundstück in Stuttgart-Schönberg nach und nach verfallen, nun befindet sich dort eine umzäunte Wiese.

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Schönberg - Es ist sprichwörtlich und tatsächlich Gras drüber gewachsen. Trotz der winterlichen Temperaturen steht recht sattes Grün auf dem Grundstück an der Ecke Birkheckenstraße und Steinpilzweg in Stuttgart-Schönberg. Ein robuster grüner Gartenzaun wurde ums Areal gesetzt.

Das Grundstück ist im kleinen Birkacher Teilort kein unbekanntes. Um die Fläche in bester Südhanglage gab es in den vergangenen Jahren viel Gerede und auch Ärger. 2014 hatten auf dem Grundstück die Baumaschinen losgelegt, Wände wurden hochgezogen. Ein Einfamilienhaus sollte entstehen, wie man seinerzeit dem Baufreigabeschein entnehmen konnte. Dann stand urplötzlich alles still, die Bauarbeiter rückten ab und kamen nicht wieder.

Gerüchte um Pleite und Rotlichtmilieu

Vonseiten der Stadt wurden Probleme mit der Bauausführung genannt, im Ort machten Pleitegerüchte die Runde. Auch um eine mögliche Verbindung in die Rotlichtszene drehte sich Getuschel, das letztlich aber nie bestätigt wurde. Die halbfertige Bauruine verfiel, sehr zum Ärgernis der Nachbarn. Dann die Wende: Ende 2016 wurde das Grundstück verkauft, wieder etliche Monate später wurde das Areal geräumt und eingeebnet – und so steht es seither da.

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Und nun? Viele in Schönberg rätseln. Veit Mathauer, der Vorsitzende des örtlichen Bürgervereins, kann nicht sagen, wem das Baufeld nun gehört. Wichtig ist ihm zunächst, dass das Ärgernis, die Bauruine, beseitigt ist. Mehr noch: Im Frühjahr blühten auf der Wiese immer Blumen. „Das sieht sehr schön aus, von mir aus kann es so bleiben“, sagt er. „Es wird gepflegt“, berichtet auch ein Bezirksbeirat über das Terrain. Er will erfahren haben, dass das Grundstück wieder weiterverkauft wurde. Ähnlich klingen die Informationen der Bezirksvorsteherin Andrea Lindel. Das Grundstück habe nach ihrer Kenntnis eine Privatperson gekauft. Warum dort dennoch seit Jahren nichts passiert? Sie stellt klar: „Es gibt keinen Bauzwang.“

Lindel: Privatperson habe Grundstück gekauft

Jemand, der es wissen muss, erklärt, dass sich das Grundstück, über das in den vergangenen Jahren so viel geredet wurde, mittlerweile tatsächlich in Privathand befände. Der Eigentümer wolle es mit einem Einfamilienhaus bebauen. Wann und wie es weitergeht? Ungewiss. Eine Verwaltungssprecherin teilt auf Anfrage fürs städtische Fachamt mit: „Zu dem Grundstück gab es bei uns zuletzt zwischen August 2020 und August/September 2021 unverbindliche Anfragen einer potenziellen Bauherrschaft. Ein Bauantrag wurde allerdings seither nicht eingereicht.“




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