Bauern in Baden-Württemberg Höfe laut Hauk wegen strenger Bürokratie vor Schwierigkeiten

Von red/dpa/lsw 

Nach Ansicht von Landesagrarminister Peter Hauk machen bürokratische Vorschriften es den Bauern in Baden-Württemberg zunehmend schwer, ordentlich zu wirtschaften.

Laut Landesagrarminister Peter Hauk fordert die Bürokratie bei einigen Bauernhöfen ihren Tribut. (Symbolfoto) Foto: picture alliance / dpa/Bernd Wüstneck
Laut Landesagrarminister Peter Hauk fordert die Bürokratie bei einigen Bauernhöfen ihren Tribut. (Symbolfoto) Foto: picture alliance / dpa/Bernd Wüstneck

Stuttgart - Bürokratische Vorschriften und Regularien machen es den Bauern in Baden-Württemberg nach Ansicht von Landesagrarminister Peter Hauk zunehmend schwer, ordentlich zu wirtschaften. „Wir laufen langsam Gefahr, unsere wichtige kleinteilige Betriebsstruktur zu verlieren“, sagte der CDU-Minister der Deutschen Presse-Agentur. Eine „Insel der Glückseligkeit“ sei der Südwesten keineswegs.

Größere Betriebe seien durch die Bürokratie weit weniger belastet als kleinere Höfe, sagte Hauk. „Der große, arbeitsteilig wirtschaftende Betrieb kann die Auflagen besser umsetzen als ein Familienbetrieb.“ Vor allem die Zahl der Schweine habe abgenommen, die Zahl der Ferkelerzeuger habe sich mehr als halbiert. „Da merkt man deutlich, dass auch die Bürokratie ihren Tribut fordert“, sagte Hauk. Ein Beispiel für eine übertriebene Bürokratie sei die derzeit umstrittene Düngeverordnung.

Die Zahl kleinerer Parzellen mit einer Fläche von unter fünf Hektar hat sich in den vergangenen etwa 20 Jahren im Südwesten auf rund 6440 (in 2018) fast halbiert. Auch die Zahl der Betriebe zwischen 10 und 20 Hektar sowie zwischen 20 und 50 Hektar ist im selben Zeitraum deutlich zurückgegangen. Dagegen gibt es viel mehr Betriebe mit einer Größe von mehr als 200 Hektar, sie nahmen im selben Zeitraum von 144 (in 1999) auf 500 zu. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Baden-Württemberg ist seit Ende der 1990er Jahre ungefähr gleich groß geblieben.