Bis 12. April läuft die Ausstellung „Ukraine – Comix aus der Kriegszone“ im Bauernkriegsmuseum in Böblingen. An diesem Donnerstag wird sie eröffnet.

Seit vier Jahren bestimmt der Krieg den Alltag der Menschen in der Ukraine. Verluste, Angst und permanente Unsicherheit sind für viele zur Normalität geworden – eine Wirklichkeit, die außerhalb des Landes leicht aus dem Blick gerät. 2023 beschloss der Comiczeichner Titus Ackermann, Gründungsmitglied und Herausgeber des Comicmagazins „Moga Mobo“, ein Buch dazu zu machen – mit Comicarbeiten genau dieser Menschen.

 

Eine Ausstellung dazu läuft seit voriger Woche im Bauernkriegsmuseum in der Zehntscheuer in Böblingen. An diesem Donnerstag, 12. März, wird „Ukraine – Comix aus der Kriegszone“ um 19 Uhr eröffnet. Museumsleiterin Lea Wegner und Comiczeichner Titus Ackermann werden in die Präsentation einführen. Sie läuft bis 12. April.

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Arbeiten von Titus Ackermann und weiteren Künstlerinnen. „Ihre Werke eröffnen neue Perspektiven auf Freiheit, Verantwortung und Widerstand und machen individuelle Erfahrungen sichtbar“, heißt es in der Ankündigung des Bauernkriegsmuseums, „im Dialog mit den historischen Exponaten des Bauernkriegs entsteht ein spannender Vergleich, der dazu einlädt, über die Bedeutung von Medien, Bildern und künstlerischem Ausdruck im politischen Diskurs nachzudenken.“ Die Ausstellung lenkt den Blick bewusst auf die stilleren, oft übersehenen Geschichten: Wie finden Haustiere Schutz im Kriegsgebiet? Oder wie bewahren Familien ein Stück Normalität? „Gerade diese persönlichen Einblicke machen deutlich, wie tief der Krieg in jedes Detail des Lebens eingreift“, heißt es von Seiten der Ausstellungsmacher, „sie ermöglichen einen Zugang jenseits der Nachrichten – unmittelbar, menschlich und berührend.“