Baugenossenschaft Zuffenhausen Die BGZ hat viel in Stammheim vor

Von Bernd Zeyer 

Bei der Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Zuffenhausen (BGZ) konnten Vorstand und Aufsichtsrat viel Positives verkünden: Die Bilanzsumme ist weiter gestiegen, der Bilanzgewinn beträgt 1,48 Millionen Euro. Vor allem in Stammheim wird die BGZ in den kommenden Jahren viel Geld investieren.

Alle Entscheidungen bei der Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Zuffenhausen fielen am Donnerstagabend einstimmig. Foto: Bernd Zeyer
Alle Entscheidungen bei der Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Zuffenhausen fielen am Donnerstagabend einstimmig. Foto: Bernd Zeyer

Zuffenhausen - Kaum hatte Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Herrmann am Donnerstagabend seine Rede beendet, folgte ein gehöriges Donnerwetter. Allerdings nicht aus den Reihen der Gäste der Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Zuffenhausen (BGZ). Ganz im Gegenteil: Zwar schickte Petrus Blitze und Donner vom Himmel, was die BGZ-Bilanz betrifft, herrschte hingegen eitel Sonnenschein im Bürgerhaus. Die Zahlen der Baugenossenschaft für das Geschäftsjahr 2017, das hatte der Vorstandsvorsitzende Hanns Hub zuvor erläutert, seien beeindruckend: Die Bilanzsumme ist im Vergleich zu 2016 um 5,1 Millionen Euro gestiegen, der Bilanzgewinn beträgt 1,48 Millionen Euro.

„Wir lassen uns bei unseren Investitionen auch durch wechselnde Rahmenbedingungen nicht vom Kurs abbringen“, sagte Hub. Selbst die Kostensteigerungen durch immer größere Anforderungen und Auflagen des Bundes könnten daran nichts ändern. Durch beständige Investitionen bei Neubau und Modernisierung sichere man den langfristigen Erfolg der Genossenschaft. Auch künftig laute die Devise: „Wir haben gute Wohnungen für günstiges Geld.“ Die durchschnittliche Quadratmetermiete der BGZ zum 31. Dezember 2017 habe lediglich 6,51 Euro betragen. Zwar könne man durch die höheren Kosten auch höhere Mieten erzielen, „lieber wäre es uns aber, wenn wir günstiger bauen könnten und damit bei gleicher Wirtschaftlichkeit auch günstiger vermieten könnten.“ In diesem Zusammenhang appellierte Hub an Politik und Verwaltung: „Bitte die vielen guten Ideen mit Augenmaß einbringen!“

Hubs Vorstandskollege Bernd Heinl ging auf die Sanierungs- und Neubauprojekte der BGZ ein. Er erläuterte unter anderem, dass ein Teil des Ludwigsburger Blocks (Ludwigsburger Straße 54-58) für 2,1 Millionen Euro modernisiert worden sei, der zweite Teil der Arbeiten (Gebäude 52 und 60) stehe 2018 an. Viel vorgenommen haben sich die Genossen beim Thema Neubauten: Ganz oben auf der Liste steht dabei der Umbau des Stammheimer Blocks an der Wimpfener Straße, in den 13 bis 14 Millionen Euro investiert werden sollen. Zunächst müsse ein neuer Bebauungsplan her, im Herbst 2019 könne dann idealerweise mit dem Errichten der 62 Wohnungen begonnen werden. Der Abriss der alten Häuser sei für Frühjahr 2019 geplant. Das neue Quartier wird dann „Zuffenhäuser Garten“ heißen.

Das Areal Langenäcker/Wiesert steht im Fokus der Neubauaktivitäten

Viel vor haben die Baugenossen auch auf dem Areal Langenäcker-Wiesert in Stammheim. Dort hat die Erschließung begonnen, die BGZ ist an dem Projekt zunächst mit zehn Doppelhaushälften beteiligt. Allerdings möchte man laut Heinl auch noch 28 Reihenhäuser für das Programm „Preiswertes Wohneigentum“ errichten. Doch damit nicht genug: Ebenfalls in Langenäcker-Wiesert werden für die BGZ voraussichtlich weitere 30 Wohnungen im geförderten Mietwohnungsbau entstehen. „Wir haben viel vor in Stammheim“, sagte Heinl. Doch auch anderswo soll fleißig gebaut werden. Zusammen mit der Baugenossenschaft Neues Heim besitzt die BGZ im Bereich zwischen Rotweg, Fleiner Straße und Schozacher Straße zusammenhängende Grundstücke mit einer Gesamtfläche von zwei Hektar. Dort ist geplant, die alten Häuser durch Neubauten zu ersetzen. Noch befinden sich die Planungen allerdings im Anfangsstadium.

Nachdem Hub und Heinl ihre Berichte beendet hatten, votierte die Versammlung ebenso einstimmig für die Feststellung des Jahresabschlusses wie für die Verwendung des Bilanzgewinns. Einstimmig wurden auch Vorstand und Aufsichtsrat entlastet und die Aufsichtsräte Angela Bender und Steffen Emmert für eine weitere Legislaturperiode in ihren Ämtern bestätigt. Bevor draußen dann das große Donnerwetter losbrach, stand noch eine Ehrung an: Für seine 25-jährige Mitgliedschaft im Aufsichtsrat gab es für Klaus Herrmann einen Blumenstrauß, eine Urkunde und lobende Worte von Angela Bender.

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