Baumfällarbeiten für Stuttgart 21 Projektgegner wollen Mahnmal aus Holz

Von hef 

Die Bürger sollen mit entscheiden, was mit den gefällten Bäumen gemacht wird. Seither sind knapp 40 Vorschläge bei der Stadtverwaltung eingegangen.

Objekt der Diskussion: die gefällten S-21-Bäume Foto: dpa
Objekt der Diskussion: die gefällten S-21-Bäume Foto: dpa

Stuttgart - Der Anstoß, mit den gefällten Bäumen aus dem Schlossgarten etwas sinnstiftendes zu machen, war aus dem Expertenforum im Dezember vergangenen Jahres gekommen. Seither sind etliche Vorschläge von Bürgern und Einrichtungen bei der Stadtverwaltung eingegangen, insgesamt knapp 40, so der Pressesprecher Fabian Schlabach.

Nun geht es darum, gemeinsam festzulegen, was genau mit den 68 Stämmen, die an verschiedenen Standorten zwischengelagert worden sind, passieren soll. Dazu hat der Sozialwissenschaftler Ortwin Renn am Montag alle interessierten Bürger in den Tiefenhörsaal der Uni Stuttgart geladen, um Ablauf und Struktur eines mehrtägigen Workshops (Auftakt am 16. Juni) zu besprechen. In dieser Runde, die von Renn moderiert wird, soll dann die endgültige Bestimmung der Baumstämme ausdiskutiert werden. Zuvor sollen Experten aufzeigen, was überhaupt möglich ist. „Unser Ziel ist, Konsens herzustellen und nur Vorschläge umzusetzen, mit denen alle einverstanden sind“, betont Schlabach.

Stämme als Material für Behindertenwerkstätten

So fordern die Parkschützer etwa, aus dem Holz ein Mahnmal zu schlagen und dieses vor dem Rathaus aufzustellen – was im Lager der Projektbefürworter zumindest bisher keine Zustimmung findet. Häufig genannt wurde zudem ein pädagogischer Einsatz der Stämme, etwa als Material in Behindertenwerkstätten. Mehrere Kindergärten haben angeregt, aus dem Holz Spielgeräte zu bauen. Und der Kunstverein Wagenhallen will ein Bildhauer-Symposium veranstalten.

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