Der anlässlich der Mondlandung 1969 gepflanzte Baum am Ganssee in Böblingen ist aus Sicherheitsgründen gefällt worden.

Böblingen - Die anlässlich der ersten Mondlandung von 1969 gepflanzte Winterlinde am Ganssee, genannt „Mondlinde“, ist aus Gründen der Verkehrssicherheit diese Woche gefällt werden. Dies teilte die Böblinger Stadtverwaltung mit.

Eigentlich sei geplant gewesen, den seit langer Zeit geschädigten Baum langsam und unter Beobachtung absterben zu lassen. Nun wurde aber im Januar 2022 bei der Baumkontrolle festgestellt, dass die Schäden im Kronenansatz zu tiefgreifend waren.

„Eine massive Holzfäule hatte die Bruchsicherheit des Baumes zu sehr beeinträchtigt“, erklärt Oliver Henke, der Leiter der Böblinger Stadtgärtnerei. „Dies machte es nicht mehr möglich, den direkt am Spazierweg stehenden Baum länger zu erhalten.“ Spaziergänger seien gefährdet gewesen. „Wir werden den Baum aber so bald wie möglich ersetzen und eine neue Linde pflanzen, um so auch künftig an die historische Menschheitsleistung in der Raumfahrt zu erinnern“, sagte Henke.

Der Baum war am 4. Mai 1970, als Projekt mit Schülern der Eichendorff-Schule gepflanzt worden. „Die Linde war damals ausgewählt worden, da ihre Blüten gerade im Juli durch ihren Duft auf das Raumfahrtereignis aufmerksam machen können“, schreibt die Stadtverwaltung.