Baumsturz im Rems-Murr-Kreis Tödlicher Unfall: Die Stadt Waiblingen zieht Konsequenzen
Nach dem tödlichen Baumsturz in Waiblingen verschärft die Stadt Kontrollen und bildet eine Task Force. Die Haftungsfrage nach dem Unfall ist noch nicht geklärt.
Nach dem tödlichen Baumsturz in Waiblingen verschärft die Stadt Kontrollen und bildet eine Task Force. Die Haftungsfrage nach dem Unfall ist noch nicht geklärt.
Die Stadt Waiblingen hat nach dem tragischen Baumsturz im März Konsequenzen gezogen. Seit dem tödlichen Unfall wurden auf den privaten Waldgrundstücken entlang der Klinglestalstraße rund 220 Eschen gefällt. Dies ist laut den Angaben der Stadt zuvor in einer Versammlung mit den privaten Eigentümern der Grundstücke besprochen und abgestimmt worden. Die Rodung ist aber nicht das einzige Mittel, mit dem die Stadt dem Eschentriebsterben begegnen will. Die Baumkrankheit ist vermutlich die Ursache für den tragischen Unfall.
Gabriele Simmendinger, die Pressesprecherin der Stadt Waiblingen, teilt mit, im Rathaus sei eine Task Force eingerichtet worden, die sich mit dem grassierenden Eschentriebsterben befasst. „Diese befasst sich gezielt mit den von privaten Waldflächen ausgehenden potenziellen Gefahren und koordiniert entsprechende Maßnahmen“, so Simmendinger.
„Werden der Stadt mögliche Missstände bekannt, werden die jeweiligen Eigentümer auf ihre Verpflichtung zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit hingewiesen“, so die Sprecherin weiter. Auch was Bäume angeht, die der Stadt gehören, zieht das Rathaus das Kontrollnetz enger. Laut Simmendinger wurde der Kontrollzyklus von anderthalb Jahren auf sechs Monate verkürzt, um Eschentriebsterben frühzeitig zu erkennen.
Am 17. März war eine Esche auf der Klinglestalstraße in Waiblingen auf das Auto eines 55-Jährigen gekracht. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, er starb noch an der Unfallstelle. Rasch stand die Vermutung im Raum, dass das Eschentriebsterben die Ursache für das Umstürzen des Baumes gewesen sein könnte.
Ob der Eigentümer des Grundstücks rechtliche Konsequenzen zu fürchten hat, steht derzeit noch nicht fest: Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft laufen weiterhin „gegen Unbekannt“. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass derzeit noch Gutachten abgewartet werden müssen, weshalb keine weiteren Informationen gegeben werden könnten.