Das gibt es auch noch: Das Angebot des beauftragten Bauunternehmens liegt deutlich unter dem Kostenvoranschlag.
Es ist fast schon zum Normalfall geworden, dass Bauprojekte teurer als geplant werden, besonders dann, wenn sie im Auftrag der öffentlichen Hand laufen. In Rutesheim ist das jetzt nicht so: Im März soll es losgehen mit den Rohbauarbeiten für einen neuen Hort samt drei Wohnungen im Dachgeschoss in der Bismarckstraße – in direkter Nachbarschaft zur dortigen Theodor-Heuss-Schule. Der Gemeinderat hat jetzt die Rohbauarbeiten an ein Bauunternehmen aus Wildberg im Schwarzwald vergeben.
Drei Firmen hatten Angebote für diese Arbeiten abgegeben. Die Verwaltung hatte mit Kosten von 1,264 Millionen kalkuliert. Das Angebot der jetzt beauftragten Firma lag aber mit rund 722 000 Euro deutlich darunter. Diese Minderkosten werden jetzt auf die beiden Bauteile Hort und Wohnungen für „Unvorhergesehenes“ verteilt.
Drei Wohnungen sind über dem Hort geplant
Damit ändert sich zunächst an den Gesamtkosten des Projekts nichts. Für den Hort im Erdgeschoss und im ersten Stock wird mit 3,9 Millionen an Kosten gerechnet, für die drei Wohnungen im Dachgeschoss mit weiteren rund 1,8 Millionen Euro. Bezahlen muss die Stadt Rutesheim davon aber nur gut zwei Drittel. Denn der Hortneubau wird vom Land mit 70 Prozent Zuschuss gefördert.