Bauprojekte im Südwesten So will das Land Kostenexplosionen in den Griff bekommen

Von red/dpa/lsw 

Ist ein Bauprojekt erst einmal im Gange, wird es so gut wie immer durchgezogen. Selbst wenn es viel teurer wird, als ursprünglich geplant. Das Parlament stimmte nun einem neuen Verfahren zu, welche eine Kostenexplosion verhindern soll.

S21 wird im Endeffekt viel teurer, als ursprünglich geplant. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
S21 wird im Endeffekt viel teurer, als ursprünglich geplant. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Stuttgart - Mit einem neuen Verfahren will das Land Kostenexplosionen bei eigenen Bauprojekten verhindern. Bei Top-Projekten muss der Landtag künftig zweimal zustimmen: Zunächst soll das Parlament klären, ob es ein Bauvorhaben grundsätzlich will. Nach einer gründlichen Planungsphase ist eine zweite Zustimmung auf der Grundlage einer konkreten Kostenangabe fällig. Diesem Verfahren stimmte das grün-schwarze Kabinett am Dienstag in Stuttgart zu.

Damit soll nach Angaben von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Finanzministerin Edith Sitzmann (beide Grüne) verhindert werden, dass Kosten von vornherein zu niedrig veranschlagt werden, um ein Projekt durch den Landtag zu bekommen. Häufig komme es dann später zu finanziellen Nachträgen. Diese Unkultur müsse geknackt werden, sagte Kretschmann. Ein Beispiel für ein Projekt des Landes, das mehr kostet als zunächst angenommen, ist das geplante Gefängnis in Rottweil.