Bauschuttentsorgung ist teurer geworden Wohin mit giftigem Boden?

Jährlich fallen im Landkreis 20 000 Kubikmeter belastetes Erdreich an. Foto: factum
Jährlich fallen im Landkreis 20 000 Kubikmeter belastetes Erdreich an. Foto: factum

Der Ehninger Steinbruch darf keinen belasteten Boden und Schutt mehr annehmen. Damit gibt es dafür im Landkreis keine Entsorgungsmöglichkeit mehr.

Rems-Murr: Luitgard Gröger (lui)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Landkreis - Seit dem Jahresbeginn darf der Ehninger Steinbruch keinen belasteten Bauschutt und Erdaushub zur Rekultivierung mehr annehmen, weil deren Rückstände ins Grundwasser gelangen können. Andere Orte, den Bauschutt abzuladen, gibt es im Landkreis keine: Im Steinbruch Renningen-Malmsheim besteht die gleiche Problematik wie in Ehningen. Auch auf der Deponie in Steinenbronn dürfen belastete Materialien nicht abgeladen werden, da es dort ebenfalls kein Dichtungssystem zum Grundwasserschutz gibt. Nun sucht man nach einer Lösung für die rund 20 000 Kubikmeter belasteter Bauschutt und Erdaushub, die jährlich im Kreis anfallen. Für kleine Mengen ist sie gefunden: Sie werden an den Wertstoffhöfen im Landkreis angenommen und für eine gemeinsame Entsorgung an anderer Stelle gesammelt. Wer größere Mengen hat, muss derzeit noch selbst nach einem Ort außerhalb des Landkreises suchen – damit steigen die Entsorgungskosten. Man sei aber in Verhandlungen mit einem Steinbruch, der außerhalb des Landkreises an der südlichen Grenze liege und über die notwendige Zulassung für belasteten Schutt und Erdaushub verfüge, so das Landratsamt.




Unsere Empfehlung für Sie