Die Baustelle in der Charlottenstraße sorgt für Stau auf der B27. Daten zeigen, ob sich die Lage verbessert hat – und ob Autofahrer auch auf Alternativrouten länger brauchen.

Digital Desk: Simon Koenigsdorff (sko)

Die Baustelle zwischen Olgaeck und Charlottenplatz auf der Bundesstraße 27 sorgt seit einer Woche für Stau für alle, die morgens von Degerloch ins Stuttgarter Zentrum fahren wollen. Daten des Navigations-Anbieters TomTom zeigen nun: Geduld braucht man immer noch, doch seit Beginn der Baustelle hat sich die Lage deutlich beruhigt. Autofahrer haben sich offenbar arrangiert – und meiden die Route komplett oder fahren auf anderen Wegen. Wie viel ist nun auf den Alternativrouten los?

 

Laut den TomTom-Daten, die unsere Redaktion auswerten konnte, sind die Verzögerungen auf der B27 vor allem im morgendlichen Berufsverkehr zwischen 6 und 10 Uhr am größten. Am Dienstag (14. April), dem ersten Tag der Baustelle, brauchte man im Mittel mehr als zweieinhalb mal so lang von Degerloch Albplatz zum Charlottenplatz wie sonst – konkret etwa 25 Minuten länger. Als Vergleich dienen dabei immer dieselben Wochentage zur selben Uhrzeit im März, denn auch ohne Baustelle ist auf der Strecke morgens stadteinwärts natürlich mehr Verkehr als in der Nacht.

Die Grafik zeigt die Zeitverluste im morgendlichen Berufsverkehr für die Tage von Dienstag bis Freitag. Über die beiden Buttons können Sie zwischen Angaben in Minuten und relativer Verzögerung in Prozent wechseln:

Damit bestätigen die Daten erste Angaben der städtlichen Verkehrsleitstelle vom Mittwoch. Bis Freitag hat sich die Lage laut der TomTom-Daten entspannt: Ab Mittwoch bis Freitag brauchten Autofahrer morgens nur noch etwa doppelt so lang wie sonst. Da an Freitagen generell weniger Autos fahren, entsprach das nur noch einem Zeitverlust von etwa sechs Minuten.

Wie viel ist auf den Ausweichrouten los?

Die Verzögerungen auf der B27 lassen sich mit zwei gängigen Ausweichrouten vergleichen: Über die Karl-Kloß-Straße und die B14 beziehungsweise den Heslacher Tunnel und den Marienplatz sowie von Degerloch über die Jahnstraße am Fernsehturm vorbei, durch Stuttgart-Ost und den Wagenburgtunnel.

Auch auf den beiden genannten Routen war am Dienstag, dem ersten Tag der Baustelle, mehr Verkehr als an den Vergleichstagen im März – allerdings brauchte man nur etwa 20 Prozent länger.

Auf beiden Routen hat sich die Situation bis Freitag vergangener Woche noch deutlicher entspannt als auf der B27: Verglichen mit Freitagen im März war man hier im Mittel nur noch wenige Sekunden länger unterwegs.

Die Baustelle zwischen Olgaeck und Charlottenplatz war wegen Straßenschäden auf der Bundesstraße 27 notwendig geworden. Dort ist bis Ende April jeweils nur eine Fahrspur verfügbar.