Baustelle in Fellbach Verbesserter Gasdruck bremst Autofahrer aus

Von Dirk Herrmann 

Tiefbauarbeiten am neuen Hochdrucknetz bewirken ab Montag, 5. August, Verkehrsbehinderungen in der Rommelshauser Straße. Anfang September folgt gar eine Komplettsperrung. Gesamtkosten für den Ausbau liegen bei knapp 3,5 Millionen Euro.

Demnächst halbseitig gesperrt: Rommelshauser Straße kurz vor der B-14-Abfahrt. Foto: Dirk Herrmann
Demnächst halbseitig gesperrt: Rommelshauser Straße kurz vor der B-14-Abfahrt. Foto: Dirk Herrmann

Fellbach - Fuß vom Gas heißt die Parole von kommender Woche an vor allem im Südosten Fellbachs. Der Grund sind die schon länger andauernden Arbeiten an der Hochdruckgasleitung, die von der Energieversorgung Baden-Württemberg derzeit am Fuße des Kappelbergs ausgeführt werden. Konkret geht es nun an den Bereich in der Rommelshauser Straße. Den Start der bereits kürzlich angekündigte Sanierungen haben die Netze BW nun auf Montag, 5. August, verschoben.

Unvermeidlich ist dabei eine vierwöchige halbseitige Sperrung der Rommelshauser Straße stadtauswärts

Für die Auto-, Motorrad- oder Lastwagenfahrer wie auch die Radler sind damit allerdings einige Behinderungen und Beeinträchtigungen verbunden. „Bauarbeiten bremsen Verkehr in Rommelshauser Straße“, heißt die Überschrift einer Mitteilung des städtischen Pressereferats zu dem Komplex. Denn auf einem gut 200 Meter langen Abschnitt in der Rommelshauser Straße zwischen Hausnummer 35 und der Auffahrt zur Bundesstraße stehen die Tiefbauarbeiten an. Unvermeidlich ist dabei eine vierwöchige halbseitige Sperrung der Rommelshauser Straße stadtauswärts – also Richtung Auffahrt B 14.

„Durch die halbseitige Sperrung wird die Zufahrt zur Bundesstraße 14 erschwert“, erläutert Rathaus-Sprecherin Sabine Laartz. Außerdem ist es während der Bauarbeiten an der Kreuzung nicht mehr möglich, von der Rommelshauser Straße nach links in die südliche Bühlstraße abzubiegen.

Voraussichtlich in der ersten Septemberwoche werde dann ein kurzes Teilstück der Rommelshauser Straße beidseitig gesperrt

Denn dieser Abbiegestreifen muss für die Geradeausfahrt gen Rommelshausen genutzt werden. Wer von der Rommelshauser Straße in Richtung Norden gelangen will, sollte die ausgeschilderten Umleitungen nutzen – und entweder bereits am sogenannten Satyr-Kreisel abbiegen oder die Kleinfeldstraße wählen, um dann über die Pfarrstraße auf die Bühlstraße zu gelangen. Die Anwohner dort dürfen sich bereits jetzt auf den Zusatzverkehr einstellen.

Damit nicht genug: Die Energieversorgung Baden-Württemberg weist bereits heute darauf hin, dass nach der jetzt anstehenden ersten halbseitigen Sperrung noch eine komplette Sperrung nötig ist. Voraussichtlich in der ersten Septemberwoche werde dann ein kurzes Teilstück der Rommelshauser Straße beidseitig gesperrt und der Verkehr umgeleitet.

Bereits Anfang Mai war eine zweitägige Sperrung der B-14-Ausfahrt Fellbach Süd nötig gewesen. Die Umleitung erfolgte seinerzeit über die Ausfahrt Waiblingen Süd. Bei den aktuellen Bauarbeiten können sich Betroffene unter Telefon 0711 / 289 4 38 21 an den Baukoordinator wenden.

Der Schwerpunkt unterhalb des Kappelbergs wird im September beendet sein

7,8 Kilometer Gastransportleitungen hat die Netze BW in Fellbach in den vergangenen Jahren auf Vordermann gebracht – darunter 2017 rund 1,6 Kilometer bei der Erneuerung von Schmiden nach Neugereut. Zwischen 2016 und 2018 wurden die 3,3 Kilometer von der Kreuzung Untertürkheimer-/Esslinger Straße bis zur Schaflandstraße beim Bahnhof erneuert (1,65 Millionen Euro). Seit Sommer 2018 ist der Bereich am Kappelberg dran (2,6 Kilometer für 1,3 Millionen Euro). Nahezu abgeschlossen ist die Anfang Juli begonnene Umlegung auf 300 Metern in der Philipp-Reis-Straße (50 000 Euro). Die gesamte Investitionssumme fürs verbesserte Gashochdrucknetz in Fellbach beträgt somit 3,44 Millionen Euro.

Der Schwerpunkt unterhalb des Kappelbergs wird im September beendet sein. Damit ist das aktuelle Ausbauprogramm in Fellbach abgeschlossen – wobei Netze BW verspricht, durch kontinuierliche Instandhaltungsarbeiten auch in den kommenden Jahren die Zukunftsfähigkeit des Gastransportnetzes und somit auch die Versorgungssicherheit vor Ort zu sichern.