In Esslingens Innenstadt wird ab kommendem Montag gleich an mehreren Stellen gegraben und gebaut. Was genau erwartet Bewohnerinnen und Bewohner?
Die Esslinger Innenstadt wird sich in den kommenden Jahren verändern. „Unser Ziel ist klar: eine zukunftsfähige, attraktive und lebendige Innenstadt“, schreibt die Stadt auf ihrer Website. Doch bevor es soweit ist, muss noch gegraben, gebohrt und vor allem gebaut werden.
Ab Montag, 15. September, sollen den Angaben zufolge die nächsten Etappen auf dem Marktplatz und der Martinstraße beginnen. „Diese Projekte werden die Aufenthaltsqualität in unserer Innenstadt stärken und sie in Zukunft noch attraktiver machen“, sagt Hans-Georg Sigel, Bürgermeister für Stadtentwicklung, Infrastruktur, Bauen und Umwelt. Was genau bedeutet das für Esslingens Innenstadt?
Esslingens Infrastruktur wird verbessert
Für das neue Quartier „Qess“ auf dem ehemaligen Karstadt-Areal wird im Bereich der Bahnhofstraße und der Martinstraße der rund 100 Jahre alte Abwasserkanal erneuert. Zeitgleich bauen die Stadtwerke Esslingen dort ihr Fernwärmenetz aus. Dauern soll das Ganze bis Mitte November.
Bis 12. Januar sollen die Arbeiten dann ruhen, bevor die Sanierungen in Richtung Ehnisgasse und am Kronenhof anstehen. Diese werden voraussichtlich im April 2026 abgeschlossen. Danach starten die eigentlichen Bauarbeiten am Qess.
Neue Bäume für den Esslinger Marktplatz
Auch für die Marktplatzsanierung im kommenden Jahr stehen vorbereitende Arbeiten an. Laut der Stadt sollen vor dem Münster St. Paul ab Montag zwei Baugruben für zwei neue Bäume entstehen. Derweil wird eine Linde ausgegraben, um den Marktplatz in Richtung des Kesslerplatzes zu öffnen. Der Baum werde in die Maille verpflanzt. In der Mitte des Marktplatzes wird zudem eine Grube von rund zehn auf sechs Metern ausgehoben. Hier soll ein Fontänenfeld entstehen.
Außerdem werden rund um das Neue Rathaus Leitungen für den künftigen Marktplatz verlegt. Die Arbeiten sollen Mitte November enden – also rechtzeitig zum Aufbau des Mittelalter- und Weihnachtsmarkts. In dieser Zeit entfallen die verbleibenden Parkplätze an der Nordseite des Marktplatzes.
Esslingen wird „dreckig und laut“
Im kommenden Jahr soll es dann richtig losgehen. Das Qess und der Marktplatz markieren nur den Auftakt für eine ganze Reihe großer Projekte, schreibt die Stadt. Im Frühjahr 2026 soll der Ersatzneubau der Pliensaubrücke beginnen. Auch die Fernwärme und die Oberleitungen auf dem Altstadtring sollen ausgebaut werden.
„Es wird in den nächsten Jahren an einigen Stellen dreckig und laut – aber danach noch schöner als zuvor“, so Sigel. „Mit dieser Perspektive vor Augen bin ich überzeugt, dass wir die anstehenden Baustellen als Stadt gemeinsam bestmöglich meistern werden.“