Baustellen in Stuttgart In der Villa Reitzenstein ist noch einiges zu tun

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Winfried Kretschmann ist ausquartiert: Die Villa Reitzenstein wird saniert und auf einen energetisch vernünftigen Stand gebracht. Im englischen Garten des Regierungssitzes wächst der Erweiterungsbau.

Eine Herausforderung: Die Villa Reitzenstein auf der Stuttgarter Gänsheide soll saniert werden, ohne die historische Bausubstanz zu zerstören. Foto: www.7aktuell.de | Florian Gerlach 33 Bilder
Eine Herausforderung: Die Villa Reitzenstein auf der Stuttgarter Gänsheide soll saniert werden, ohne die historische Bausubstanz zu zerstören. Foto: www.7aktuell.de | Florian Gerlach

Stuttgart - Würde sie noch leben, Baronin Helene von Reitzenstein würde ihre Villa momentan nicht wiedererkennen. Nicht nur in dem dreiflügeligen Sandsteinbau sind in diesen Tagen die Baurbeiter am Werk, auch im englischen Garten der Villa ist es derzeit alles andere als idyllisch: Hier entsteht ein neuer Erweiterungsbau als Ersatz für das asbestverseuchte Gebäude aus den 70er Jahren, das bis vor Kurzem dort stand.

Es ist ein Prestigeprojekt der grün-roten Landesregierung: Für 15 Millionen Euro entsteht ein Energie-Plus-Gebäude, das zu zwei Dritteln unter der Erde liegt und dessen begrüntes Dach sich harmonisch in den Park einfügen soll. "Was die Kosten und den Zeitplan angeht, sind wir im grünen Bereich", sagt Regierungssprecher Rudi Hoogvliet.

Der Erweiterungsbau soll sich selbst autark mit Energie versorgen - und die Villa noch dazu. Die Villa selbst, Anfang des 19. Jahrhunderts Witwensitz der Baronin und heute Amtssitz von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), soll - so gut es geht - auf einen vernüftigen energetischen Standard gebracht werden. Sie wurde zuletzt renoviert, als 1975 der Erweiterungbau fertiggestellt war. Die Villa auf der Stuttgarter Gänsheide zu sanieren, ohne die historische Bausubstanz zu zerstören, ist eine Herausforderung. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Weitere Baustellen in Stuttgart

Der Ministerpräsident und seine Mitarbeiter aus dem Staatsministerium sind für die Zeit des Umbaus ins benachbarte Clay-Haus umgezogen. Hier geht es deutlich beengter als in der Villa zu: "Herrn Kretschmanns Dienstzimmer zum Beispiel ist zwar deutlich kleiner, aber das Clay-Haus für sich ist ein echtes Schmuckstück mit einem herrlichen Garten", so Hoogvliet. Im Frühjahr nächsten Jahres kann die Villa wieder bezogen werden.

Das Clay-Haus bleibe aber ein Teil des Komplexes Staatsministerium, so der Regierungssprecher. Im Erweiterungsbau ist neben Büros und einer Katine ein Besucherzentrum geplant: "Wir wollen den Bürgern die Möglichkeit geben, sich bei uns umzusehen."

Hoogvliet selbst freut sich, wenn die Umzugskartons wieder gepackt werden: Die Presseabteilung ist momentan nämlich in einem Containerbau im Hof des Clay-Hauses untergebracht.

Wir durften mit der Kamera ins Innere der Villa Reitzenstein sehen - Eindrücke vom Baufortschritt sehen Sie in unserer Bildergalerie.

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