Bayreuth Cornelius Meister eröffnet Festspiele
Der Stuttgarter Generalmusikdirektor Cornelius Meister gibt mit „Tristan und Isolde“ sein Debüt auf dem Grünen Hügel. Damit geht ein lang gehegter Traum in Erfüllung.
Der Stuttgarter Generalmusikdirektor Cornelius Meister gibt mit „Tristan und Isolde“ sein Debüt auf dem Grünen Hügel. Damit geht ein lang gehegter Traum in Erfüllung.
Bayreuth - Doppelte Überraschung auf dem Grünen Hügel: Zur lange erwarteten Neuproduktion des vierteiligen „Ring des Nibelungen“ kommt ein neuer „Tristan“ hinzu – und der Stuttgarter Generalmusikdirektor Cornelius Meister gibt sein Debüt in Bayreuth. Am 25. Juli wird er die Eröffnung der Festspiele der Neuproduktion von „Tristan und Isolde“ dirigieren, Regie führt Roland Schwab. Bislang war nur der neue „Ring“ von Regisseur Valentin Schwarz mit seinen vier einzelnen Opern „Rheingold“, „Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ geplant. Die Premiere war wegen der Corona-Pandemie von 2020 auf 2022 verschoben worden.
Für den 42-jährigen Dirigenten geht damit ein Traum in Erfüllung. Als Achtzehnjähriger habe er sich bei einer Führung durchs Festspielhaus auf den Dirigentenstuhl im Orchestergraben gesetzt, sechs Jahre später sei er als Assistent erneut dort gesessen, sagte Cornelius Meister. „Nun bin ich voller Dankbarkeit und Vorfreude, mit Tristan und Isolde nach Bayreuth ‚zurückzukehren‘ – zumindest fühlt es sich für mich so an in all der Verbundenheit, die ich mit Richard Wagner, den Festspielen und Bayreuth spüre.“ Von dieser Verbundenheit konnte man sich in Stuttgart zuletzt in der von ihm dirigierten Neuproduktion des „Rheingold“ überzeugen.
Dass in Bayreuth parallel zu Wagners Mammutwerk noch eine weitere neue Inszenierung auf dem Bayreuther Spielplan steht, ist ein absolutes Novum in der langen Festspielgeschichte – und der Corona-Pandemie geschuldet. Die Besonderheit zweier Neuproduktionen liege darin begründet, dass die Corona-Situation auch für den Chor ein erhöhtes Risiko berge, teilte die Festspielleitung mit.
Neben dem „Tristan“ und dem „Ring“ stehen nämlich noch „Holländer“, „Tannhäuser“ und „Lohengrin“ auf dem Spielplan – drei Richard-Wagner-Opern mit großem Chor im Festspielhaus.