Rund 40 Fans des TSV Malmsheim hatten sich am vergangenen Wochenende in Söflingen eingefunden, um das Frauen- und Herren-Team beim Pokalturnier lautstark zu unterstützen. Beide Mannschaften hatten als Aufsteiger eine erfolgreiche Saison gespielt. Die Damen in der Regionalliga ohne Neuzugänge von Beginn an in der dritthöchsten Spielklasse konkurrenzfähig waren und am Ende mit neun Siegen und elf Niederlagen auf Platz sieben landeten, konnten die Herren dank einer starken Rückrunde als Neuling die Landesliga-Saison mit ausgeglichener Bilanz auf Rang vier abschließen.
Der BBW-Pokal stellte nun die Möglichkeit dar, die Saison mit einem Titelgewinn abzuschließen. Und das Pokalwochenende begann vielversprechend. Am Samstag zeigten die von Lisa Bonds betreuten TSV-Frauen eine rundum gute Leistung gegen den Oberliga-Meister Steinenbronn Beasts. Mitte des ersten Viertels gingen die Malmsheimerinnen in Führung und bauten diese konsequent bis zum deutlichen 72:41-Endstand aus. „Da hat wirklich alles gepasst“, zeigte sich Trainerin Bonds zufrieden über den Auftritt ihres Teams, bei dem Janina Dzubba mit 24 Punkten Topscorerin war.
Sieg gegen Regionalligist
Einer deutlich schwierigeren Aufgabe mussten sich die Männer des TSV am Samstag stellen. Gegen Regionalligist KKK Haiterbach galt das Team von Trainer Manuel Martinez als klarer Außenseiter. Doch die ohne Florian Meilands angetretenen Malmsheimer hielten in der TSG-ratiopharm Sporthalle gut mit und lagen zur Pause mit 46:44 vorne. Im dritten Viertel sah es zunächst danach aus, als könnte der Favorit sich durchsetzen. Haiterbach ging mit neun Zählern in Führung. Doch im Schlussviertel gelang es den von Luis Müller (27 Punkte) und Ben Diehl (21) angetriebenen Malmsheimern, die Partie noch zu drehen. „Ich hatte nicht gedacht, dass ich am Sonntag nochmal nach Söflingen fahren muss“, gab TSV-Trainer Martinez schmunzelnd zu. „Aber das war wirklich eine richtig starke Teamleistung von uns.“
Finalniederlagen gegen Titans
Im Finale warteten auf beide TSV-Teams die PFK Titans Stuttgart. Die Malmsheimer Männer blieben gegen die jüngst in die Regionalliga aufgestiegenen Stuttgarter chancenlos. Eineinhalb Viertel konnte der TSV das Tempo der Titans mitgehen. Doch beim Stand von 23:25 stellten die Landeshauptstädter ihre Verteidigung um. „Gegen die aggressive Ganzfeldpresse der Titans konnten wir dann nichts ausrichten“, bilanzierte Trainer Martinez. Gegen die physisch starken und treffsicheren Stuttgarter setzte es folglich eine 66:100-Niederlage im Finale. Dennoch zieht Martinez eine positive Bilanz aus den Spielen gegen höherklassige Mannschaften: „Das war eine tolle Erfahrung und ein zweiter Platz ist ja auch nicht schlecht.“
Knapper ging es im Frauen-Finale zu. Gegen die Titans konnten die TSV-Damen nur zu siebt antreten und gerieten prompt in Rückstand (10:19). Durch Umstellungen in der Verteidigung gelang es dem TSV aber den Rückstand zu verkürzen (47:48). Doch im Schlussviertel ging den dezimierten Malmsheimerinnen die Kraft aus. Auch 28 Punkte von Janina Dzubba reichten nicht aus, um die 59:75-Finalniederlage zu verhindern. „Das Ergebnis sieht am Ende viel deutlicher aus, als der Spielverlauf gewesen ist“, haderte Trainerin Lisa Bonds nach dem Spiel. „Auch wenn es direkt nach dem Spiel wehgetan hat, können wir insgesamt stolz auf eine gute Saison zurückblicken.“
Der Blick ist nun auf die kommende Spielzeit gerichtet. Während bei den Herren das Team größtenteils zusammenbleiben und nur um einen Aufbauspieler ergänzt werden soll, sind Personalentscheidungen bei den Frauen noch nicht getroffen worden.