Beamtenhochschule Ludwigsburg Chance für Neustart

Nach fünf Jahren ist Schluss für ihn: Noch-Rektor Wolfgang Ernst. Foto: factum/Simon Granville

Der Führungswechsel kann für die Beamtenhochschule eine große Chance sein. Nach einer Phase des Übergangs bekommt sie eine vielversprechende neue Chefin, kommentiert StZ-Autor Andreas Müller.

Titelteam Stuttgarter Zeitung: Andreas Müller (mül)

Stuttgart - Schon wieder Unruhe an der Beamtenhochschule in Ludwigsburg? Auf den ersten Blick könnte die überraschende Abwahl des Rektors diesen Eindruck erwecken. Wechsel gab es in der Führung schließlich genug, da wäre, könnte man meinen, endlich Kontinuität angebracht. Doch der nun schmerzhaft abservierte Hochschulchef Wolfgang Ernst – das wurde schon früh deutlich – war kein Mann des Aufbruchs, sondern des Übergangs. Er brachte zwar wieder Ruhe in die von Turbulenzen erschütterte Kaderschmiede, erwies sich bei der Aufarbeitung der Altlasten aber nur als mäßig geschickt und konnte vor allem keine überzeugenden Perspektiven für die Zukunft vermitteln.

 

Gelobt für frischen Schwung

An seine Stelle rückt nun eine Frau, mit der in Ludwigsburg ein wirklicher Neuanfang gelingen könnte. Überraschend klar haben sich die Gremien für Iris Rauskala entschieden, eine international erfahrene Verwaltungs- und Bildungsexpertin aus Österreich, die in Wien sogar Ministerin war. Wenn sich der Ruf, der ihr vorauseilt, auch nur halbwegs bewahrheitet, könnte ihre Wahl eine große Chance bedeuten. Der frische Schwung, für den sie allseits gelobt wurde, kann der Beamtenschule nur guttun.

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