Bei Audi und Porsche 10.000 Metaller im Warnstreik im Südwesten

Von dpa/lsw 

"Wir wollen keine Krümel": Proteste bei Audi in Neckarsulm und vor dem Stuttgarter Porsche-Werk.

Stuttgart - Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie verstärkt die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber. Mit einem Warnstreik bei Audi in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) protestierten nach Gewerkschaftsangaben knapp 7000, vor dem Stuttgarter Porsche-Werk rund 3000 Metaller gegen das Arbeitgeberangebot von drei Prozent mehr Lohn für 14 Monate. „Wir wollen keine Krümel haben, wir wollen ein großes Stück vom Kuchen haben“, verlangte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück vor Arbeitern, ausgerüstet mit Fahnen, Trillerpfeifen und Transparenten.

Arbeitgeber zeigen sich unbeeindruckt

An die von der IG Metall geforderte Lohnerhöhung von 6,5 Prozent für die 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche müsse man im Ergebnis so nah wie möglich herankommen. An die Adresse der Arbeitgeber sagte Hück in Anspielung auf einen möglichen unbefristeten Arbeitskampf nach Pfingsten: „Wenn ihr da nicht mitmacht, dann wird der Himmel dunkel, dann blitzt es.“ Zu den Schwerpunkten der Warnstreiks gehörten neben Baden-Württemberg auch Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Unterdessen lassen sich die Arbeitgeber nicht von den massiven Warnstreiks der IG Metall beeindrucken. Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser betonte im rbb-Inforadio, dass alles über die bisherige Offerte hinaus die Betriebe überfordere.

Hück verteidigte vor allem die Forderung der IG Metall nach unbefristeter Übernahme der Ausgebildeten. Unter den 25-Jährigen seien 40 Prozent in befristeten oder Leiharbeitsverhältnissen.„Es ist eine Schande, wie man mit unseren jungen Leuten umgeht.“