Bei Feinstaubalarm Verbot von Komfortkaminen soll kontrolliert werden

Von red/dpa/lsw 

Wenn Feinstaubalarm ist, dürfen in Stuttgart keine Komfortkamine benutzt werden. Ob das eingehalten wird, will die Stadt künftig kontrollieren. Wer einen Kamin hat, kann die Verwaltung leicht herausfinden.

Nach Schätzungen der Stadt gibt es 20.000 Komfortkamine in Stuttgart. Foto: dpa
Nach Schätzungen der Stadt gibt es 20.000 Komfortkamine in Stuttgart. Foto: dpa

Stuttgart - Die Stadt Stuttgart will künftig die Einhaltung des Verbots von Komfortkaminen bei Feinstaubalarm kontrollieren. Das kündigte sie am Mittwoch an. Die Verwaltung hat demnach Datensätze aus den Kehrbüchern der Schornsteinfeger ausgewertet und weiß daher, wer einen sogenannten Komfortkamin hat, der nicht zwingend zur Heizung der Wohnung nötig ist. Vom nächsten Feinstaubalarm an wird nach Angaben der Stadt stichprobenartig bei Besitzern solcher Öfen geklingelt, sie werden über die Vorschrift informiert. Erst in einem zweiten, derzeit noch nicht absehbaren Schritt, könnten Strafen verhängt werden, wenn das Betriebsverbot nicht eingehalten wird.

Insgesamt gibt es nach Schätzung der Stadtverwaltung 20.000 Komfortkamine in Stuttgart. Laut einer Studie der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz macht das Heizen mit Holz je nach Messstelle im Jahresmittel zwischen fünf und 32 Prozent der Feinstaub-Belastung aus, wie die Stadt mitteilte. Bei der Stadt Stuttgart sind bislang 393 Anträge auf Ausnahmegenehmigungen für das Betriebsverbot von Komfortkaminen eingegangen, 160 Ausnahmegenehmigungen wurden bereits erteilt.

Feinstaub gilt als krebserregend. Die besondere Kessellage der Stuttgarter City ist verantwortlich dafür, dass die Stadt im Gegensatz zu anderen mit Feinstaub zu kämpfen hat.