Als Herrenberger Polizeibeamte bei einer nicht angemeldeten Versammlung die 58-jährige Initiatorin identifizieren wollten, wurden sie von rund 20 Menschen bedrängt und mussten Unterstützung anfordern.

Herrenberg - Nach einer nicht angemeldeten Versammlung am Donnerstagabend auf dem Marktplatz ermittelt die Polizei in Herrenberg (Kreis Böblingen) gegen die mutmaßliche Initiatorin wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz.

Als Polizeibeamte die Identität der 58-Jährigen feststellen wollten, wurden sie von rund 20 Personen bedrängt und mussten mehrere Streifenwagenbesatzungen zur Unterstützung anfordern.

Gegen 17 Uhr hatten sich zunächst 40 und letztlich rund 70 Personen eingefunden, die von der 58-Jährigen begrüßt und angeleitet wurden, berichtet die Polizei. In einem „Lichterspaziergang“ sollen sich die Teilnehmenden gegen 17.20 Uhr durch die Altstadt bewegt haben, um sich eine halbe Stunde später wieder dort einzufinden und die Versammlung aufzulösen. Laut Polizei sollen die Teilnehmenden während des Aufzugs überwiegend keinen Mund-Nasen-Schutz getragen haben und sollen immer wieder den Mindestabstand unterschritten haben.