Die Beisetzung von Rennsport-Ikone Hans Herrmann wird von viel Prominenz begleitet. Wolfgang Porsche reist im Privat-Jet an, um dem Le-Mans-Sieger die letzte Ehre zu erweisen.
Mit der stillen Anwesenheit von Wolfgang Porsche hat die Motorsportwelt Abschied von einer ihrer größten Ikonen genommen. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Porsche AG war eigens aus Salzburg im Privatflugzeug nach Stuttgart gereist, um dem legendären Rennfahrer Hans Herrmann die letzte Ehre zu erweisen. Auf dem Friedhof in Maichingen wurde der frühere Le-Mans-Gesamtsieger beigesetzt, der am 9. Januar im Alter von 97 Jahren gestorben war. Wolfgang Porsche kam allein, ohne seine Ehefrau, die er erst kürzlich geheiratet hatte.
Zahlreiche Weggefährten, Freunde sowie prominente Persönlichkeiten aus Sport, Wirtschaft und Gesellschaft nahmen an der Trauerfeier teil. Die Trauerredner Michael Steiner, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Porsche, und Marcus Breitschwerdt, der Chef von Mercedes-Benz Classics, fanden die richtigen Worte und berührten die Gäste.
Hans Herrmann - Zwei legendäre Rennwagen säumen den Weg zum Grab
Ein besonders eindrucksvolles Bild bot sich den Anwesenden auf dem Weg zur letzten Ruhestätte: Zwei legendäre Rennwagen säumten den Weg zum Grab – ein Mercedes-Benz „Silberpfeil“ 300 SLR und ein Porsche 550. Die Fahrzeuge, Sinnbilder einer glanzvollen Epoche des Motorsports, stehen gemeinsam für einen geschätzten Wert von rund 120 Millionen Euro und erinnerten an die außergewöhnliche Karriere Herrmanns.
Hans Herrmann gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Motorsportlern der Nachkriegszeit. Mit seinem kompromisslosen, zugleich taktisch klugen Fahrstil und zahlreichen Podestplätzen prägte er eine ganze Generation deutscher Rennfahrer. Internationale Berühmtheit erlangte er unter anderem durch seinen Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans, einem der prestigeträchtigsten Rennen der Welt.
Der Verstorbene hinterlässt seine Frau Madlen, zwei Söhne und einen Enkel. Die Beisetzung war ein Abschied im würdevollen, persönlichen Rahmen – und zugleich ein sichtbares Zeichen der großen Anerkennung, die der Rennfahrer weit über den Motorsport hinaus genoss. Mit Hans Herrmann verliert Deutschland eine Rennfahrer-Ikone, deren Name untrennbar mit der goldenen Ära des Motorsports verbunden bleibt.