Bekannte Baumgruppe im Maurener Tal Die letzte Pappel ist gefallen
Viele Jahre lang prägten vier Bäume das Bild der Straße zwischen Holzgerlingen und Mauren. Nun wurde der letzte von ihnen gefällt.
Viele Jahre lang prägten vier Bäume das Bild der Straße zwischen Holzgerlingen und Mauren. Nun wurde der letzte von ihnen gefällt.
Wer früher auf dem kleinen Sträßchen von Mauren nach Holzgerlingen unterwegs war, wurde kurz hinter dem Ehninger Ortsteil von einer mächtigen Baumgruppe begrüßt: Vier Pappeln prägten stets das Bild der S-Kurve auf der Höhe des Abzweigs zum Altdorfer Wasserturm.
Im Februar dieses Jahres ist die letzte dieser Pappeln gefällt worden. In dieser Zeit war die Kreisstraße zwischen der Herdstelle in Ehningen und Mauren wegen anderer Baumfällarbeiten komplett gesperrt gewesen. Jetzt erinnern nur noch Stammreste, die auf der Wiese neben der Straße liegen, an die einst prächtige Pappel.
Ihre Nachbarn hatten schon früher dran glauben müssen. Sie waren laut Landratsamt bereits vor mehreren Jahren aus „Verkehrssicherheitsgründen“ entfernt worden. „Die Bäume waren umsturzgefährdet“, erklärt Sprecherin Simone Hotz. Eine Nachpflanzung an dieser Stelle habe man nicht als sinnvoll erachtet.
Die letzte Pappel fiel demnach am 3. Februar. Der Grund: Ein Tier mit imposantem Namen, das für den Baum schädlich ist, hatte sie befallen – die „glänzendschwarze Holzameise“. Sollten sich diese Krabbler übrigens im Haus breit machen, mahnt das Umweltbundesamt, den Befall „sehr ernst“ zu nehmen. Er könne so stark werden, dass sogar tragende Bauteile des Hauses in ihrer Haltbarkeit gefährdet werden könnten.
So ähnlich muss es der Maurener Pappel ergangen sein. Ihr Stamm sei von den Ameisen zersetzt worden, schreibt Hotz. Die Folge: „Der Baum war nicht mehr standsicher.“ Ob den Bäumen entlang der Straße zum Altdorfer Wasserturm in absehbarer Zeit ein ähnliches Schicksal wie den Pappeln drohen könnte, ist aktuell nicht bekannt.
Simone Hotz weist darauf hin, dass die Kollegen vom Straßenbau zwei Mal im Jahr eine sogenannte „Baumschau“ durchführten – im belaubten und im unbelaubten Zustand. Dabei prüften sie, ob die Bäume noch standsicher seien.