Belarussische Opposition Hochschule erinnert an Kalesnikava
Die Ikone der belarussischen Opposition sitzt seit Jahren in Haft. An ihrer ehemaligen Wirkungsstätte wird nun an ihr Schicksal erinnert.
Die Ikone der belarussischen Opposition sitzt seit Jahren in Haft. An ihrer ehemaligen Wirkungsstätte wird nun an ihr Schicksal erinnert.
Mit einer künstlerischen Veranstaltung erinnern Dozentinnen und Studenten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HMDK) an diesem Donnerstag an Maria Kalesnikava. Seit September 2020 befindet sich die HMDK-Absolventin als politische Gefangene in verschiedenen belarussischen Haftanstalten. Bei den Massenprotesten im Frühjahr und Sommer 2020 war Kalesnikava, die zuvor in Stuttgart zu Hause war, zu einem der Gesichter der belarussischen Opposition geworden.
„Wir tun das, was wir als Künstlerinnen und Künstler tun können: mit künstlerischen Mitteln aufmerksam machen auf die willkürliche Verletzung von Menschenrechten“, sagt Nikola Lutz. Die Professorin für Saxofon hatte jahrelang mit Kalesnikava zusammen in Stuttgart gearbeitet und setzt sich seit Jahren für sie ein, unter anderem mit dem Prokjekt „freemascha.org“.
Am Donnerstag wird es von 17 Uhr an in der Wandelhalle der Hochschule und im Orchesterproberaum mehrere Aktionen geben. Unter anderem soll eine Installation vorgestellt werden, die dazu anregen soll, sich in einer interaktiven Auseinandersetzung mit dem Mut und dem Schicksal Kalesnikavas zu befassen. Zusammen mit chilenischen Künstlern wird Nikola Lutz zudem musizieren. Über das aktuelle Schicksal von Maria Kalesnikava ist nicht viel bekannt. Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko hält die politischen Gefangenen abgeschirmt ohne Kontakt zur Öffentlichkeit