Belastung in Stuttgart Am Neckartor wird jetzt auch Stickstoffdioxid gefiltert

Von red/dpa/lsw 

Bislang wird am Stuttgarter Neckartor nur Feinstaub aus der Luft gesaugt. Das ändert sich nun. Die Herstellerfirma Mann+Hummel baut 17 neue Geräte auf, die auch Stickstoffdioxid filtert.

  Foto: dpa
  Foto: dpa

Stuttgart - Neben Feinstaub sollen die Filtersäulen am Stuttgarter Neckartor künftig auch Stickstoffdioxid aus der Luft saugen. Die Herstellerfirma Mann+Hummel rüstet die 17 Geräte entlang der Straße dafür mit neuen, speziell entwickelten Filtern aus, wie sie am Mittwoch mitteilte. Den Angaben zufolge handelt es sich dabei erst einmal um eine Übergangslösung. Von August an sollen dann nochmals verbesserte Systeme zum Einsatz kommen und zudem sechs weitere Filtersäulen aufgestellt werden. Mann+Hummel erwartet, dass die Belastung sowohl mit Feinstaub als auch mit Stickstoffdioxid dann um jeweils 10 bis 30 Prozent gesenkt werden kann.

Die Feinstaubfilter stehen seit Ende des vergangenen Jahres am Neckartor. Damit auch die Stickstoffdioxid-Belastung sinkt, wurde zudem ein spezieller Straßenbelag aufgebracht, der Stickoxide in unschädliche Stoffe umwandelt. Die Stickstoffdioxid-Werte sind der Grund für die Diesel-Fahrverbote in Stuttgart.

Im vergangenen Jahr war der Grenzwert am Neckartor erneut deutlich überschritten worden. Auf flächendeckende Fahrverbote für Euro-5-Diesel, die es bislang nicht gibt, will die Landesregierung angesichts neuer Prognosen zur Luftreinhaltung aber verzichten.

Sonderthemen