Beleuchtung fürs Fahrrad im Test Verbraucherzeitschrift und ADAC bringen Licht ins Dunkel

Von dane 

Akkubetriebene LED-Sets sind lichtstärker als herkömmliche Fahrrad-Glühbirnen. Einige Anbieter meinen es bei der Leuchtkraft aber zu gut. Das und mehr Erhellendes bringt der Test von ADAC und dem österreichischen Verbrauchermagazin Konsument ans Licht. Sieben von zwölf Beleuchtungs-Sets schnitten gut ab.

Vor allem in der dunklen Jahreszeit benötigen Fahrradfahrer die richtige Beleuchtung fürs Bike. Zwölf Lichter sind vom ADAC und einem Verbrauchermagazin getestet worden. Foto: Shutterstock/maxpro
Vor allem in der dunklen Jahreszeit benötigen Fahrradfahrer die richtige Beleuchtung fürs Bike. Zwölf Lichter sind vom ADAC und einem Verbrauchermagazin getestet worden. Foto: Shutterstock/maxpro

Beim Test der zwölf Beleuchtungs-Sets, bestehend aus Vorder- und Rücklicht, zeigten sich manche Modelle gleich zu Beginn nicht von ihrer besten Seite. Sie ließen sich nicht fest genug montieren, waren aber so hell, dass sie Entgegenkommende gefährlich blenden können. Daher:

Wichtig ist eine homogene Ausleuchtung

Im Dunkeln ohne Licht zu fahren, ist nicht nur verboten, sondern lebensgefährlich. Aber selbst wenn das Licht angeschaltet ist: Alte Fahrradlampen scheinen oft nicht sonderlich hell. Immerhin sind seit Mitte 2017 an Fahrrädern abnehmbare LED-Scheinwerfer erlaubt – sie bieten häufig eine hohe Lichtstärke. Im österreichischen Test konnten sieben der zwölf LED-Beleuchtungs-Sets überzeugen. Frontlampen, die für eine möglichst breite Ausleuchtung im Nahfeld sorgen, schnitten am besten ab. Neben der Beleuchtungsstärke und -charakteristik waren Montage und Bedienung des Lichts, Funktions- und Ladedauer sowie Blendgefahr und Spritzwasserschutz wichtige Kriterien der Untersuchung.

Testsieger Trelock: gut aber nicht gerade günstig

Die höchste Punktzahl erhielt das Trelock LS 760 I-Go Vision Set. Es ist lichtstark, lässt sich besonders stabil montieren und besitzt einen ausdauernden Akku.

Für weniger Geld zu haben und ebenfalls empfehlenswert sind die Sets Cateye GVolt 50/Rapid Micro G und Sigma Sportster Black-K. Die Cateye-Leuchte punktet durch eine helle Ausleuchtung des Weges, das Sigma-Set ist lange haltbar.

Auch Vorder- und Rücklicht von Busch & Müller Ixon IQ Premium + IXBack überzeugten die Tester. Das Rücklicht kann gegen Diebstahl gesichert werden. Die Montage der Halterung ist allerdings etwas für geschickte Hände. Oder man lässt sie sich gleich beim Fachmann montieren, der einen obendrein gut berät.

Risiko falsch eingestellte Scheinwerfer 

Falsch eingestellte Scheinwerfer, die zur Blendgefahr werden, zeigten sich im Test als größtes Manko. Vor allem das teuerste Licht im Ranking, das Set Supernova Airstream 2, ist zwar extrem lichtstark, lässt sich aber nicht stabil befestigen. Beim Fahren über Kopfsteinpflaster rutscht das Vorderlicht nach oben und blendet dadurch andere Verkehrsteilnehmer. Dennoch bekam auch die Supernova die Note Gut.

Passende Leuchtweite einstellen

Um den entgegenkommenden Verkehr nicht zu gefährden, ist nicht nur ein gutes Befestigungssystem wichtig, das Licht muss auch im richtigen Neigungswinkel angebracht werden. Daher sollte man das Vorderlicht am besten zu zweit einstellen. Für gemächliche Radler genügt eine Leuchtweite von zehn bis 15 Meter. Wer schnell unterwegs ist, kann bis zu 40 Meter anstreben.

40 Lux reichen völlig 

Die Beleuchtungsstärke, angegeben in Lux, steht häufig auf der Verpackung. Sie gibt an, wie stark eine bestimmte Fläche ausgeleuchtet wird. Für den Stadtverkehr reichen 40 Lux locker.

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