Am 8. März lädt die evangelische Kirchengemeinde Ehningen zum 14. Mal zum Benefizessen ein. Der Erlös unterstützt das Hospiz in Sibiu in Rumänien.

Böblingen: Veronika Andreas (va)

Seit 14 Jahren engagieren sich Robert Ziegler und Doris Ziegler-Wagner ehrenamtlich für schwerkranke Menschen in Rumänien. Am Sonntag, 8. März, laden sie gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde Ehningen zu einem Benefizessen ins evangelische Gemeindehaus, Schlossstraße 43, ein. Der Beginn ist um 12 Uhr. Viele ehrenamtliche Helfer engagieren sich.

 

Die Veranstaltung steht ganz im Zeichen siebenbürgischer Gastfreundschaft. Zur Begrüßung werden Sekt, Schnaps und Hanklich – ein siebenbürgischer Hefefladen – gereicht. Auf die Gäste wartet anschließend ein traditionelles Mittagessen mit Kuttelsuppe sowie Rindergulasch mit Spätzle und Salat. Außerdem werden Tomatenpalukis serviert. Für Kinder gibt es Spätzle mit Soße. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Kaffeetrinken mit verschiedenen siebenbürgischen Schnitten.

Viele ehrenamtliche Helfer engagieren sich, kochen, servieren oder decken den Tisch. Foto: privat

Spenden statt Eintritt: Unterstützung für Hospiz in Sibiu

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Statt eines festen Preises bitten die Veranstalter um Spenden. Der gesamte Erlös kommt dem Hospiz im rumänischen Sibiu, ehemals Hermannstadt in Siebenbürgen zugute.

Der Kontakt zu der Einrichtung entstand bei einer Reise in die Heimat von Robert Ziegler, dem ehemaligen evangelischen Pfarrer von Ehningen. Seither organisiert das Ehepaar das Benefizessen mit großem persönlichen Einsatz. Im vergangenen Sommer besuchten sie das Hospiz erneut und berichten beim Essen auch über aktuelle Entwicklungen vor Ort.

Das Hospiz in Sibiu pflegt seit dem Jahr 2006 Krebskranke auf ihrer letzten Wegstrecke. Es verfügt über 14 Betten für Erwachsene sowie seit 2016 über ein in Rumänien einzigartiges vollstationäres Kinderhospiz mit zehn Betten. 2025 wurden dort 245 erwachsene Patienten und 34 Kinder betreut. Die Versorgung ist für alle kostenlos. Träger der Einrichtung ist der Verein Dr. Karl Wolf. Finanziell bleibt die Lage angespannt: Etwa 30 Prozent der Kosten werden über die staatliche Krankenkasse gedeckt, 70 Prozent müssen durch Spenden und Projektmittel finanziert werden.