Benningen im Kreis Ludwigsburg Großbrand in Recyclingfirma hält an

Von red/brb 

Das Feuer ist immernoch nicht gelöscht. Mit 68 Einsatzkräften rückt die Feuerwehr zu einem Entsorgungsbetrieb nach Benningen aus. Anwohner werden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Feuerwehrleute bekämpfen in Benningen ein Feuer. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart 56 Bilder
Feuerwehrleute bekämpfen in Benningen ein Feuer. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart

Benningen - In Benningen (Kreis Ludwigsburg) ist am Montag in einem Entsorgungsbetrieb ein Feuer ausgebrochen. Die Rauchwolke ist auch in Marbach nicht zu übersehen gewesen: Bei der Firma Kurz in Benningen ist heute Morgen ein großer Brand ausgebrochen. Die Polizei fährt durch Benningen und rät den Anwohnern, Fenstern und Türen geschlossen zu halten. Aktuell geht die Feuerwehr davon aus, den Brand in etwa drei Stünden endgültig gelöscht zu haben. Nach aktuellen Informationen von Kommandant Alexander Essig, sei die vom Feuer betroffene Halle, die dazu dient, den Mülle vorzusortieren, nicht einsturzgefährdet.

Um dem Feuer Herr zu werden, waren die Wehren aus Benningen, Freiberg und Marbach im Einsatz. Auch die Feuerwehr aus Ludwigsburg war mit Atemschutzgeräten und einer Drehleiter angerückt. Insgesamt traten 60 Einsatzkräfte mit 11 Fahrzeugen den Kampf gegen die Flammen an. Auch die Polizei und Sanitäter waren vor Ort.

Die Mitarbeiter der Firma konnten sich rechtzeitig aus der Halle retten. Lediglich ein Mann, der zunächst selbst versuchte hatte, das Feuer zu löschen, erlitt leichte Verbrennungen an den Armen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner von der Polizei aufgefordert, die Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Wodurch das Feuer ausgelöst wurde, ist bisher nicht bekannt. „Vermutlich hat sich der Müll selbst entzündet“, so Alexander Essig, Einsatzleiter der Benninger Wehr. Das könne an einer chemischen Reaktion liegen oder an unachtsam weggeworfenem Müll, wie etwa einer glühenden Zigarette. „Es ist praktisch unmöglich, dass noch zu klären“, so die Einschätzung von Essig. Man könne eventuell versuchen anhand der Videoaufnahmen vor Ausbruch des Brandes eine Ursache zu finden. Bekannt ist aber, dass das Feuer im hinteren Bereich der Halle entstanden ist.

Schon 2012 stand eine Halle der Firma in Flammen

„Hausmüll ist eine üble Sache“, zieht Alexander Essig eine Zwischenbilanz. Da dieser teilweise meterhoch lagert, könne man auch kaum sagen, wo sich weitere Glutnester in der Halle befinden.

Das vorrangige Ziel der Floriansjünger sei es daher gewesen, zunächst den Unrat soweit zu wässern, dass Fahrzeuge in die Halle können. Die Bagger sollen dann den Müll auseinanderziehen, damit der Brand gänzlich gelöscht werden kann. Eine der Grundvoraussetzungen dafür sei gewesen, dass die Halle nicht einsturzgefährdet sei. „Im Müll kriegen wir das Feuer so nicht aus, das hat die Erfahrung gezeigt“, erklärt Alexander Essig.

Die Feuerwehren waren bereits in der Vergangenheit bei der Recyclingfirma im Einsatz. So stand etwa auch im Jahr 2012 eine der Hallen in Flammen. Der Schaden lag damals bei rund 250 000 Euro. Wie hoch dieser bei dem gestrigen Großbrand ausfällt, lasse sich noch nicht sagen, so der

Ein weiteres Problem sei die Versorgung mit Löschwasser, so Alexander Essig. Neben den Hydranten und den Kanälen auf dem Gelände, hat man für den Einsatz auch zwei Saugstellen im Neckar eingerichtet. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe, die Distanz müsse man aber trotzdem erst mittels Schläuchen überwinden.

Wie ein Sprecher der Polizei sagte, ging der Notruf gegen 8.10 Uhr ein. Das Feuer breitete sich in einer Halle des Betriebes in der Beihinger Straße aus. Die Feuerwehr rückte mit 68 Einsatzkräften an. Die Floriansjünger hatten das Feuer zwar schnell unter Kontrolle, doch die Löscharbeiten gestalteten sich langwierig, weil der in der Halle gelagerte Müll mit einem Radlader auseinandergezogen und abgelöscht werden muss.

Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Anwohner wurden aufgefordert, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zum Sachschaden und der Brandursache wurde zunächst nichts bekannt.