Der Musikverein Benningen präsentierte am Samstag ein Konzert unter dem Motto „In 80 Minuten um die Welt“ und begeisterte die gut 300 Gäste mit einer musikalischen Reise über Kontinente hinweg. Durch den Abend führte wie gewohnt Fabian Friedl, der mit Charme und informativen Beiträgen die einzelnen Stationen dieser besonderen Klangreise miteinander verband.

Der Konzertabend wurde von der Jugendkapelle unter der Leitung von Oliver Schneider eröffnet – und setzte gleich ein eindrucksvolles Zeichen. Ihr Programm war bewusst als „Best-of“ der vergangenen Jahre gestaltet, da es sich um Oliver Schneiders letzte Musikgala handelte. Die Stücke hatten die jungen Musikerinnen und Musiker selbst ausgewählt. Mit großer Spielfreude und bemerkenswerter Reife präsentierten sie ein abwechslungsreiches Programm: „The Lion King“ bildete einen kraftvollen Auftakt, gefolgt von klanglich dichten Darbietungen aus „Harry Potter“ und „Pirates of the Caribbean“, die durch Dynamik und Atmosphäre überzeugten.

 

Auch „Bohemian Rhapsody“ meisterte das Ensemble sicher und zeigte dabei seine Vielseitigkeit. Das „Mamma Mia“-Medley sorgte für Leichtigkeit und begeisterte das Publikum sichtbar. Mit „Final Countdown“ als Zugabe setzte die Jugendkapelle einen fulminanten Schlusspunkt und wurde mit Standing Ovations belohnt. Im Anschluss verabschiedeten sich die Jugendlichen in bewegenden Worten von ihrem Dirigenten und dankten ihm für sein langjähriges Engagement.

Nach der Pause übernahm das Hauptorchester unter der Leitung von Juan Mauricio Bahamón Jaramillo die Bühne. Für ihn war es das erste Konzert mit dem Musikverein. Passend zum Motto eröffnete „Around the World in 80 Days“ von Otto M. Schwarz das Programm und nahm das Publikum mit auf eine klangvolle Reise.

Ein besonderer Höhepunkt war die „200 Tercera Suite para Banda“ von Victoriano Valencia Rincón, die vor allem durch ihre solistischen Passagen überzeugte. Hervorzuheben ist das Trompetensolo von Philipp Schneider, aber auch Tenorhorn, Oboe, Fagott sowie Sopran- und Tenorsaxofon setzten eindrucksvolle Akzente. Für den Dirigenten hatte das Werk zudem eine persönliche Bedeutung, da es seine kolumbianischen Wurzeln widerspiegelt.

Mit „Rhapsody in Blue“ in der Bearbeitung von Naohiro Iwai folgte ein Ausflug in die Klangwelt der 1920er Jahre. Das markante Klarinettensolo mit seinem berühmten Glissando setzte dabei einen besonderen Akzent. Ebenso überzeugten „Baba Yetu“ und „African Harmony“, die mit afrikanischen Klängen und rhythmischer Vielfalt begeisterten. Besonders das Percussion-Ensemble trug hier wesentlich zur Wirkung bei. Auch „Arabian Dances“ beeindruckte mit kontrastreichen Klangbildern und mitreißenden Rhythmen.

Den Abschluss bildete „Eiffel Tower“ von Otto M. Schwarz, bei dem vor allem Brigitte Fleck am Akkordeon klangliche Akzente setzte. Das Werk steigerte sich zu einem fulminanten Finale und wurde mit langanhaltendem Applaus honoriert. Über den gesamten Abend hinweg fiel zudem Oboist Raphael Winter mit ausdrucksstarken Soli positiv auf.

Die geforderte Zugabe „Feeling Good“ wurde zu einem weiteren Höhepunkt, nicht zuletzt durch den Gesang von Oliver Schneider, der dem Stück eine besondere Note verlieh. Abschließend würdigte auch die Vorstandschaft sein langjähriges Engagement in der Nachwuchsarbeit.

Insgesamt war der Konzertabend ein voller Erfolg: vom emotionalen Auftakt der Jugendkapelle über den bewegenden Abschied bis hin zur eindrucksvollen musikalischen Weltreise des Orchesters – ein Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Abschließend danken wir allen, die zum Gelingen des Konzerts beigetragen haben: Moderator Fabian Friedl, den Gastmusikern, KanschatVT für Licht und Ton, dem Restaurant Bürgerschenke für die Bewirtung, dem Barteam um Brigitte Jetschina, Herr Tonhäuser und dem Bauhof, Hausmeister Herr Montana sowie alle Sponsoren, Helfer und Unterstützer des Vereins.

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